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Schleswiger Nachrichten

24. Oktober 2017 | 00:55 Uhr

Schleswig : Seniorenbeirat wagt den Neuanfang

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im Mai wird der Schleswiger Seniorenbeirat neu gewählt. Jetzt werden Kandidaten gesucht.

„Was lange währt, wird endlich gut.“ Diese Worte wählte Bürgermeister Arthur Christiansen, als er gestern verkündete, dass die Neuwahl des Seniorenbeirates nach jahrelangem Gezerre in trockenen Tüchern ist. Bis Mitte Juni werden alle wahlberechtigten Bürger über 60 Jahren per Briefwahl über einen neuen Beirat abstimmen. Bisher gab es für die Wahl eine Vollversammlung im Rathaus, zu der stets nur ein Bruchteil der 7000 wahlberechtigten Senioren erschienen war.

Nicht nur die Briefwahl ist neu, sondern auch die Zusammensetzung des Seniorenbeirates. Zukünftig besteht er zur Hälfte aus gewählten Bürgern, die das 60. Lebensjahr überschritten oder im Wahljahr überschreiten werden und seit mindestens sechs Monaten mit Hauptwohnsitz in Schleswig gemeldet sind. Die andere Hälfte stellen Vertreter von Organisationen, die mit Seniorenarbeit zu tun haben. Dies können Wohlfahrtseinrichtungen, Kirchen, Pflegeeinrichtungen oder Bürgervereine sein. Diese werden nun angeschrieben „und aufgefordert, Kandidaten zu stellen“, erklärt Julia Pfannkuch. Für die Vertreter gelten Sonderregeln: Sie müssen nicht in Schleswig wohnen und können bei entsprechender Eignung jünger als 60 Jahre alt sein. Sie werden von der Ratsversammlung berufen.

Der Seniorenbeirat muss mindestens zehn und darf maximal 18 Mitglieder umfassen – wobei die gewählten Senioren nicht in der Minderheit sein dürfen. Nicht wählbar sind Mitglieder der Ratsversammlung, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Vorsitzende der Parteien auf Orts- und Kreisebene sowie bürgerliche Mitglieder der städtischen Ausschüsse. „Damit darf ich nicht mehr antreten“, erklärte der jetzige erste Vorsitzende Ulrich Sethe. Mit einer vierköpfigen „Rumpfmannschaft“ hatte er den Seniorenbeirat über die letzten Jahre gerettet.

Seine Mitstreiter Annita Vollertsen und Herbert Barz wollen sich dagegen zur Wahl stellen. Aber man brauche dringend weitere Kandidaten, so Rathaus-Sprecherin Antje Wendt. Daher haben sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen Zeit, zwischen dem 10. und 31. März eine formlose schriftliche Bewerbung an die Stadt oder der zuständigen Sachbearbeiterin Dagmar Kisjeloff per E-Mail an d.kisjeloff@schleswig.de zu schicken. Die Bewerbung sollte neben Angaben zur Person auch dessen Motivation zur Wahl enthalten. Alle Wahlberechtigten werden im Mai zur Briefwahl aufgefordert, die am 12. Juni endet. Christiansen hofft, dass „sich der neue Beirat bis zum 10. Juli konstituiert hat“.

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