Schleswig : Seniorenbeirat neu formiert

Der neue Seniorenbeirat mit dem Vorsitzenden Hans-Uwe Stern (rechts) und sein Stellvertreter Uwe-Dieter May (2. v. rechts) mit (hintere Reihe v. links) Reiner Schmedemann, Gunther Schütze und Malte Nelson sowie (vorne von li.) Annita Vollertsen, Karin Schleiffer, Hans-Peter Scheibel, Johannes Koch, Hanns-Peter Arp, Muazzez Demiryürek und Kirsten Schmidt Holländer. Es fehlen Holger Mertner, Jan Podgorski, Reimer Witt und Uwe Gätje.
Der neue Seniorenbeirat mit dem Vorsitzenden Hans-Uwe Stern (rechts) und sein Stellvertreter Uwe-Dieter May (2. v. rechts) mit (hintere Reihe v. links) Reiner Schmedemann, Gunther Schütze und Malte Nelson sowie (vorne von li.) Annita Vollertsen, Karin Schleiffer, Hans-Peter Scheibel, Johannes Koch, Hanns-Peter Arp, Muazzez Demiryürek und Kirsten Schmidt Holländer. Es fehlen Holger Mertner, Jan Podgorski, Reimer Witt und Uwe Gätje.

Hans-Uwe Stern (65) ist neuer Vorsitzender des Schleswiger Seniorenbeirats. Das Gremium hat deutlich mehr Mitgliedern als bisher.

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31. Juli 2015, 07:12 Uhr

Dass Hans-Uwe Stern geübt darin ist, Sitzungen zu leiten, war sofort zu spüren, als er gestern Nachmittag nach seiner einstimmigen Wahl zum Vorsitzenden des Schleswiger Seniorenbeirats das Wort ergriff. Routiniert führte der 65-Jährige durch den weiteren Verlauf der Versammlung. Bis er vor anderthalb Jahren zurück in seine Heimatstadt Schleswig zog, war er Chef der Arbeitsagentur in Bremen.

Jetzt steht er vor der Aufgabe, ein Gremium neu zu beleben, das in den vergangenen vier Jahren mit Auflösungserscheinungen und dem Kampf um den eigenen Fortbestand Schlagzeilen machte. Von den neun Mitgliedern, die 2011 gewählt wurden, waren nur noch vier übrig geblieben. Der neu gewählte Seniorenbeirat besteht hingegen aus 15 Personen. Neben neun Mitgliedern, die die Schleswiger Bürger über 60 Jahre in einer Briefwahl aus den eigenen Reihen wählten, gehören dem Gremium auch sechs Vertreter von Verbänden und Institutionen an, die in der Seniorenarbeit engagiert sind. Dieser Reform des Seniorenbeirats gingen fast vier Jahre Diskussionen voraus. „Es war ein langwieriger, engagierter Prozess, in dem wir an einer Beteiligungsform gearbeitet haben, die optimal ist“, sagte die Sozialausschuss-Vorsitzende Marion Callsen-Mumm (SPD), und Bürgermeister Arthur Christiansen konstatierte: „Schleswig neigt nicht zu schnellen Entscheidungen, aber zu gründlichen. Manchmal auch zu übergründlichen.“

Auch der neue Seniorenbeirat zeigte sich auf seiner ersten Sitzung bereits diskussionsfreudig. Es ging darum, welche Strukturen nötig sind, um ein so großes Gremium arbeitsfähig zu halten. Auch der seit Jahren etablierte Termin für die regelmäßigen öffentlichen Sitzungen – stets an einem Dienstag um 10 Uhr – wurde in Frage gestellt, denn zumindest zwei der neuen Beiratsmitglieder gehören zur wachsenden Gruppen der berufstätigen Senioren.

Um das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden, das gemäß Satzung einem Vertreter der Vereine und Institutionen zusteht, gab es eine Kampfabstimmung. Uwe-Dieter Mey, Vorsitzender des Schleswiger Sozialverbands, setzte sich mit sieben zu drei Stimmen gegen Malte Nelson, den Vorsitzenden der Schleswiger Arbeiterwohlfahrt, durch. Karin Schleiffer wurde einstimmig zur Kassenwartin gewählt. Sie folgt damit auf Herbert Barz, der dieses Amt seit der Gründung des Seniorenbeirats vor 20 Jahren ausgefüllt hatte. Er ist jetzt ebenso wie der bisherige Vorsitzende Ulrich Sethe und sein Stellvertreter Achim Diesel ausgeschieden. Annita Vollertsen ist das einzige Mitglied aus dem alten Seniorenbeirat, das dem Gremium auch in Zukunft angehört.

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