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Seniorpartner in school : Senioren bieten Schülern Hilfe und ein offenes Ohr

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Verein „Seniorpartner in School“ sieht sich als Partner von Sozialarbeitern. Neue Mitglieder in Schleswig gesucht.

Sie alle haben ein gemeinsames Ziel: Kindern und Jugendlichen eine Stütze sein und dabei die eigenen Erfahrungen und ganz viel Herz einbringen. Genau darum geht es dem Verein „Seniorpartner in School“ (SIS), der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Schülern bei Konfliktlösungen und in schwierigen Lebenssituationen beizustehen. Eine Idee, die gut ankommt: bei Schulen, Jugendlichen, Sozialarbeitern – und nicht zuletzt bei immer mehr Senioren.

Neun ältere Damen und Herren haben sich nun dem Verein angeschlossen und werden künftig in Schulen in der Region Ansprechpartner, Mediator und – im Idealfall – Vertrauensperson in einem sein. In 80 Unterrichtsstunden haben sie sich bis gestern weitergebildet in Themen wie Mobbing-Intervention, Gesprächstechniken und Mediation. „Kinder sind unser wichtigstes Gut. Sie verdienen jede Art der Unterstützung“, erklärt Teilnehmer Günter Radtke, ehemaliger Bundeswehrsoldat aus Ausacker, seine Motivation, bei SIS mitzumachen.

Nach der insgesamt 14. Weiterbildungs-Staffel zählt der Landesverband nun über 100 Mitglieder. Dabei hat sich in den vergangenen Jahren das Gemeindehaus Friedenskirche im Friedrichsberg als SIS-Zentrale in Schleswig-Holstein etabliert. „Wir machen inzwischen all unsere Schulungen und Sitzungen hier und fühlen uns richtig wohl“, sagt Landesverbands-Vorsitzende Barbara Knoth. Während somit also das Herz des Vereins in Schleswig schlägt, fehlen in der Schleistadt noch Schulen und Ehrenamtliche, die sich für die SIS-Idee begeistern.

Das allerdings, so hofft Knoth, könnte sich bald ändern. Denn zumindest das Interesse scheint geweckt, nachdem im Rathaus Anfang des Jahres eine Infoveranstaltung stattfand. In deren Anschluss bekundeten die Leiter von gleich fünf Schleswiger Schulen Interesse an einer Teilnahme an dem Projekt (Dannewerk-, Bruno-Lorenzen-, Lornsen-, Bugenhagen- und Wilhelminenschule). „Das hat uns riesig gefreut. Aber wir brauchen hier vor Ort noch mehr Senior-Partner, die uns unterstützen“, sagt Knoth.

Edith Lüdke kann die ehrenamtliche Arbeit an den Schulen nur weiterempfehlen. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wir dort sehr willkommen sind und die Schüler, aber auch Eltern uns als Ratgeber und Geheimnisträger sehr schätzen“, sagt die Leiterin des SIS-Stützpunktes Schleswig, die schon seit vielen Jahren in der Böklunder Auenwald-Regionalschule als Senior-Partner aktiv ist. Und während Schulsozialarbeiter die Ehrenamtler anfangs eher als Konkurrenz betrachtet haben, „sehen sie uns längst als Partner“, ergänzt Barbara Knoth. „Sie sind und bleiben die Profis, wir haben dafür etwas mehr Zeit und Lebenserfahrung“, sagt sie und fügt an: „Senior-Partner zu sein, ist wunderbar – auch für uns selbst. Man hat das Gefühl, gebraucht zu werden.“

>Ein neuer Kurs findet ab Oktober in Schleswig statt. Infos unter (FL) 0461/35850.

 

 

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erstellt am 08.Mai.2014 | 07:21 Uhr

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