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Schleswig : Seit gestern leuchtet der Wikingturm

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

LED-Lampen strahlen die obersten drei Etagen an – die Initiative geht von den Restaurant-Betreibern im 26. Stockwerk aus.

Erst ging das Licht auf der Westseite an – und nachdem die Mitarbeiter der Friedrichsberger Elektrofirma Simon noch einmal etwas an den Kabeln geruckelt hatte, leuchtete es auch im Osten. Seit gestern Abend ist die Spitze des Wikingturms auch im Dunkeln weithin sichtbar. Die obersten drei Stockwerke, die schmaler sind als der Rest des 90 Meter hohen Turms, werden von LED-Leuchten angestrahlt. Dafür gesorgt haben Ruth und Joachim Fey.

Das Ehepaar betreibt seit dreieinhalb Jahren das Restaurant oben im 26. Stockwerk des Wikingturms. Die gebürtigen Schleswiger hatten zuvor 30 Jahre lang in Süddeutschland gelebt. Ruth Fey stammt aus einer Schleswiger Gastronomen-Familie. Ihren Eltern gehörte früher der „Deutsche Hof“ am Domziegelhof. So war es ein Schritt zurück zu den eigenen Wurzeln, als sie 2013 das Restaurant im Wikingturm übernahm.

Anfangs dachten sie und ihr Mann nur darüber nach, wie sie den Schriftzug „Restaurant-Café“ etwas besser sichtbar machen können, der seit Jahrzehnten oben am Turm angebracht ist und von der Umgehungstraße aus nur bei Tageslicht gut zu sehen ist. Leuchtbuchstaben wären sehr teuer geworden – und vielleicht auch etwas zu grell.

Eingeschaltet: Elektro-Meister Jürgen Simon und Gastwirtin Ruth Fey.
Eingeschaltet: Elektro-Meister Jürgen Simon und Gastwirtin Ruth Fey.
 

Dann lasen die Feys in den Schleswiger Nachrichten von der Beleuchtung von Schloss Gottorf durch kostengünstige LED-Lampen, für die der Friedrichsberger Elektrobetrieb Simon gesorgt hatte. Joachim Fey nahm Kontakt zu Jürgen Simon auf, und nach ein paar Gesprächen stand das Konzept für die Turmbeleuchtung. „Wir haben uns für eine dezente Variante entschieden“, sagt Joachim Fey. Der Restaurant-Schriftzug sei nun vielleicht nicht so deutlich lesbar, wie ursprünglich geplant, „aber so sieht es einfach am besten aus“.

Acht LED-Leuchten haben Simon und seine Mitarbeiter nun angebracht – eine Lampe an jeder Seite des achteckigen Hochhauses. Die Strahler stehen auf dem Dach über dem 24. Stockwerk und beleuchten von dort die Außenwände der drei obersten Geschosse. Wer drinnen im Restaurant sitzt, nimmt davon nur einen schmalen Schimmer an der Wand wahr.

Dass das Licht nicht allzu grell wird, das war auch eine Bedingung des Schleswiger Bauamtes, bei dem die Feys um eine Genehmigung für ihr Vorhaben nachgesucht hatten. Auch die Miteigentümer des Wikingturms haben zugestimmt. „Von da haben wir überhaupt keine Bedenken gehört“, sagt Joachim Fey, der selbst mit seiner Frau im obersten Stockwerk des Wikingturms wohnt, noch eine Etage über dem Restaurant.

Die Lampen sollen nun zumindest immer dann eingeschaltet sein, wenn es dunkel ist und das Restaurant geöffnet. Also täglich außer montags bis um 22 Uhr.

Ob wohl allen Schleswigern der neue blaue Licht-Akzent gefällt? Die Feys wissen, dass der Wikingturm auch nach mehr als 40 Jahren längst nicht jedem in der Stadt gefällt. Aber er sei doch inzwischen einfach ein Wahrzeichen, meinen sie.

 

 

 

 

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erstellt am 21.Dez.2016 | 16:46 Uhr

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