Schleswiger Reitverein feiert Jubiläum : Seit 50 Jahren fest im Sattel

Fühlen sich auf der Anlage  an der Husumer Straße allesamt wohl: Vereinsvorsitzende Gerlint Rode (r.), Reiterin Ruth Gappel mit der Anglo-Araber-Stute „Cleopatra“ und Hofhund „Oscar“.
Fühlen sich auf der Anlage an der Husumer Straße allesamt wohl: Vereinsvorsitzende Gerlint Rode (r.), Reiterin Ruth Gappel mit der Anglo-Araber-Stute „Cleopatra“ und Hofhund „Oscar“.

Der Landessportverband zeichnet den Verein aus.

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20. Februar 2018, 07:00 Uhr

Die Anfänge liegen auf der Schlossinsel. Dort wurde 1968 der Reitverein St. Georg-Gottorp gegründet. Pferde sucht man in der Reithalle der Landesmuseen allerdings schon lange vergebens. Stattdessen finden hier Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Der Verein ist bereits 1978 in die damals neu errichtete Anlage an die Husumer Straße umgezogen – und feiert dort nun sein 50-jähriges Bestehen.

„Weil man seinerzeit Gottorf verlassen hat, hat man sich für eine Namensänderung entschieden. Aber der Verein ist bis heute der selbe“, sagt die Vorsitzende Gerlint Rode vom Reitsportcentrum Schleswig, wie er nun offiziell heißt. Sie selbst hat vor 20 Jahren den Stall gekauft, betreibt ihn seitdem und führt auch die Geschicke des Vereins weiter, der zurzeit rund 50 Mitglieder zählt.

Eine von den besonders aktiven ist Ruth Gappel. Einerseits engagiert sie sich in der Vereinsarbeit, andererseits sitzt sie regelmäßig im Sattel, unter anderem in der sogenannten Hausfrauengruppe am Dienstagmorgen. Sie reitet mit „Fidelia“ eines der zehn Schulpferde und nimmt gerne auch Unterricht bei Gerlint Rode. „Es gibt hier ein harmonisches Miteinander und einen liebevollen Umgang zwischen Mensch und Tier. Dazu bekomme ich sehr guten und profunden Reitunterricht. Ich komme also sehr gerne hierher“, sagt Ruth Gappel.

Auch Gerlint Rode betont, dass das Wohl der Pferde im Verein wie im Stall einen großen Stellenwert habe. Das werde den vielen Kindern und Jugendlichen, die regelmäßig zu den Reitstunden kommen, konsequent beigebracht. „Das schult einerseits das Verantwortungsbewusstsein, andererseits aber auch das eigene Selbstvertrauen“, sagt die Vereinsvorsitzende, für die die Jugendarbeit eindeutig im Mittelpunkt steht. Auch wenn Schüler heute deutlich weniger Zeit hätten als früher. „Anfangs haben wir hier immer um 14 Uhr mit den Reitstunden begonnen. Inzwischen geht vor 15.30 Uhr gar nichts“, sagt sie. Eine Sache allerdings habe sich nicht verändert: „Es sind noch immer deutlich mehr Mädchen als Jungen, die zu uns kommen. Aber ein paar männliche Reiter haben wir auch.“

Gemeinsam wollen sie das Vereinsjubiläum am Sonntag, 4. März, in der Reithalle an der Husumer Straße feiern. Dazu hat sich um 14 Uhr ein Vertreter des Landessportverbandes angemeldet, um eine Ehrenurkunde zu verleihen. Im Anschluss findet ein Ringreitturnier für Groß und Klein statt. „Alle Menschen, die in den vergangenen 50 Jahren auf irgendeine Weise mit unserem Verein verbunden waren oder es noch sind, sind herzlich zu dieser Feier eingeladen“, sagt Gerlint Rode, nicht ohne hinzuzufügen: „Über neue Mitglieder freuen wir uns natürlich auch.“

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