Schleswig : Seenotretter schleppen Auto ab

Ein Fahrdorfer Ehepaar ist mit seinem Auto liegengeblieben – und zwar mitten auf der Schlei.

shz.de von
17. Juli 2018, 16:53 Uhr

Ungewöhnlicher Einsatz für die Besatzung des Schleswiger Rettungsbootes „Walter Merz“: Die freiwilligen Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mussten am Montag ein Amphibienfahrzeug abschleppen, das mitten auf der Schlei mit Motorschaden liegen geblieben war. „Ein Auto im Schlepp hatten wir noch nie“, sagte Paul Cugier, Vormann des Rettungsbootes.

Im Schlepptau: Das Amphibienfahrzeug hatte mitten auf der Schlei einen Motorschaden.
Foto: DGZRS
Im Schlepptau: Das Amphibienfahrzeug hatte mitten auf der Schlei einen Motorschaden.
 

Die besondere Herausforderung: Das Auto hat zwar einen Haken für das Abschleppseil, verfügt im Gegensatz zu landläufigen Booten weder über Klampen noch Poller zum Belegen einer Schleppleine. Während die Seenotretter das Manöver sicherten, stieg der Fahrer aus dem Auto ins Wasser, um die Schleppleine unter Wasser am Schlepphaken zu befestigen. Durch die Bergepforte nahmen die Seenotretter ihn an Bord, während seine Ehefrau am Steuer des Wagens blieb. In Haddeby landeten die Retter das Amphibienfahrzeug sicher an und liefen sofort zum nächsten Einsatz aus. Ein Fischkutter hatte auf der Schlei ebenfalls einen Maschinenschaden erlitten. In dem Fall gestaltete sich das Abschleppen routinemäßig einfach.

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