Benefizkonzert der Shantysänger Fahrdorf : Seemannsgarn und Volksmusik

Wilfried Wempen (vorne) hatte als Smutje einen besonderen Auftritt mit den Fahrdorfer Shantysängern .
Wilfried Wempen (vorne) hatte als Smutje einen besonderen Auftritt mit den Fahrdorfer Shantysängern .

Die Fahrdorfer Shantysänger und der Liederkranz Wixhausen überzeugen beim Benefizkonzert fürs stationäre Hospiz.

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16. April 2018, 08:24 Uhr

„Ein Chor sind wir nicht“, betonte Edwin Benz, der Vorsitzende der Shanty-Sänger Fahrdorf, gleich zu Beginn des Benefizkonzert zugunsten des geplanten stationären Hospizes in Schleswig am Sonnabend im Hotel „Hohenzollern“. Die Sängergruppe pflegt die Tradition der klassischen Seemanslieder, die einst dazu dienten, die Matrosen unter den schweren Bedingungen an Bord bei Laune zu halten und einen Rhythmus in die Arbeit zu bringen. Wie das aussehen kann, das machte Wilfried Wempen in seiner Rolle als Smutje im Lied „De Kock“ vor: Auf alles was der er sang, antwortete der Chor mit; „seggt he“. „Der Smutje denkt sich oftmals Seemansgarn aus, aber glauben tut ihm das keiner“, erklärte Mitsänger Wolfgang Common.

Typischen deutschen Chorgesang gab es auf diesem Konzert aber auch. Dafür sorgte der Männergesangsverein Liederkranz Wixhausen aus Darmstadt, der Heimat des Shantysänger-Vorsitzenden Benz. Die Wixhausener überzeugten das Publikum mit getragenen Volksliedern, unter die sich auch der eine oder andere lockere Song wie „Drink noch eine met“ von der Kölner Karnevalsband „Bläck Fööss“ mischte – vorgetragen im südhessischen Dialekt der Darmstädter.

Die Unterschiedlichkeit der beiden Gesangsgruppen gefielt den rund 100 Besuchern. Margrit Hinrichsen bemerkte: „Die Stimmen sind ganz anders, man merkt, dass die Luft hier oben rauer ist, das wirkt sich auf die Stimmbänder aus. Aber die Shanty-Sänger sind natürlich meine Lieblinge.“ Ihr Ehemann Arno meinte: „Der Liederkranz ist wunderbar, so etwas Schönes habe ich kaum gehört“. Karl-Heinz Kleinwort von den „Wild Buffalos“ aus Schaalby war ebenfalls zu Gast: „Es hat mich gefreut, neben Shantys auch mal wieder alte Volkslieder zu hören.“

Seit sieben Jahren wohnt Benz nun in Lürschau und schloss sich den Shanty-Sängern Fahrdorf an. „Wir hoffen, dass die Shanty-Sänger uns auch bald in Wixhausen besuchen und dort mit uns gemeinsam auftreten“, hofft Hans Kasper Scharf, Vorsitzender des Liederkranzes.

Melitta Schulze vom Freundeskreis Hospizdienst freute sich über die gute Resonanz auf das Benefizkonzert. Die Mitglieder der Shanty-Sänger Fahrdorf hatten sich mit dem Freundeskreis in Verbindung gesetzt, weil sie das Ziel, ein stationäres Hospiz in Schleswig zu errichten, unterstützen wollten. Konkrete Angaben zur Höhe der gesammelten Spenden konnten die Veranstalter am Wochenende noch nicht machen. „In zwei Wochen wird es aber eine offizielle Spendenübergabe geben, dann können wir genaue Zahlen nennen“, kündigte Benz an.

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