Seelische Krisen bewältigen

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22. Januar 2011, 11:08 Uhr

Schleswig | Die Oberstufe der Berufsfachschule Gesundheit und Ernährung (BFS GE b 09) des Berufsbildungszentrums in Schleswig besuchte die Klinik für Psychiatrie und Psychosomatische Medizin des Schleiklinikums in Schleswig (Schleiklinikum FKSL). Dort nahm die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit Inke Asmussen die 21 Schülerinnen und Schüler mit ihrer Klassenlehrerin Elisabeth Hansen freundlich in Empfang. Angekommen in einem Klassenraum der Schule für Gesundheitsberufe, berichtete Inke Asmussen über den Betriebsaufbau des gesamten Schlei-Klinikums und seine Organisation und die Finanzierung.

Alle erhielten Informationen zu den verschiedenen Krankheitsbildern, die in der Fachklinik behandelt werden. Auch über die Diagnose von solchen Krankheiten und die Therapie erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel. So berichtete Inke Asmussen vieles über Patienten, ihre Geschichten und ihre Vergangenheit. Die Schüler erfuhren einiges über Patienten mit Schizophrenie, Sucht, Depression, Borderlinestörungen und Neurosen. Die Menschen suchen und sehnen sich nach seelischer und körperlicher Gesundheit. Körperliche und seelische Erkrankungen können unsere Lebensqualität leidvoll beeinflussen. Aus dieser Orientierung haben sich die Angebote des Schlei-Klinikums entwickelt: Intensive und persönliche Hilfen zur Gesundung und zur Vorbeugung unter Berücksichtigung des jeweiligen Lebensraumes. Mehr als nur die Behandlung von Krankheit. So finden alle Menschen ihre ganz individuellen Hilfen durch die medizinischen Fachteams in den Praxen, Ambulanzen, in den Tageskliniken und Kliniken.

Nach einer interessanten und informativen Einführung wurden alle in der Pause mit Kaffee und Keksen verwöhnt. Im zweiten Teil des Vormittags standen die verschiedenen Berufsbilder und deren Aufgaben in der Fachklinik im Vordergrund. Mitarbeiter in über 70 Berufen sorgen für einen reibungslosen Ablauf in der Klinik. Die kommissarische Stationsleitung Wiebke Thomsen berichtete aus ihrem Arbeitsalltag im Umgang mit den Patienten, und es war Gelegenheit, auch die im Unterricht vorbereiteten Fragen zu stellen. Dabei wurde sehr deutlich, dass auch das Pflegepersonal hohen Anforderungen ausgesetzt ist und mit Krisen, Tod und seelischen Belastungen umgehen können muss.

Insgesamt waren die Stunden, die die Klasse im Schleiklinikum FK SL erlebt hat, sehr spannend, da viele der Teilnehmer noch nie zuvor etwas über die Krankheiten gehört hatten, geschweige denn sich mit dieser Thematik ausein andergesetzt haben.

Zum Abschied überreichten zwei Mitschüler den Referentinnen zum Dank für diesen informativen Vormittag eine Tafel "Merci".

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