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„Jugend.Macht.Musik.“ : Schwungvoller Gottesdienst im Dom

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Jugendliche arbeiteten in einem Workshop Lieder für ihren gemeinsamen Auftritt ein.

„Wer Ohren hat, zu hören, der höre!“, heißt es im Matthäus-Evangelium. Passend dazu luden am Sonntagmorgen die Teilnehmer des Workshops „Jugend.Macht.Musik.“ unter der Leitung von Jens Robbers, Kantor für Popularmusik beim Kirchenkreis Schleswig-Flensburg, und Jugendwart Gero Moltzen von der evangelischen Jugendkirche Friedom zum Gottesdienst in den Dom ein. Die sechs Jugendlichen bereicherten das Programm mit Chorstücken aus Pop und Klassik, ob a cappella oder in Begleitung von Klavier, Gitarre und Percussion.

Am Freitagabend hatten sich die Teilnehmer zum ersten Mal zur Probe im Gemeindezentrum Michaelisberg getroffen. „Die meisten kannten sich vorher nicht. Wir haben alles gemeinsam gemacht: kochen, essen, übernachten. Sonnabend haben wir dann durchgeprobt“, erzählte Teilnehmerin Nina Jäger (19). „Nina kommt hier aus der Gegend und hat mich mitgeschleift. Zuerst wusste ich gar nicht, was ich erwarten sollte“, gab ihre Freundin Katharina Grunert (18) zu. Die beiden hatten sich in Rickling bei Neumünster während ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin kennengelernt. „Vor dem Auftritt hatte ich erst Muffensausen, da ich sowas noch nie gemacht hatte, aber mir hat es total viel Spaß gemacht“, erzählte Katharina hinterher.

Auch bei den Besuchern des Gottesdienstes kam der frische Wind, den die häufig schwungvollen Lieder mitbrachten, sehr gut an. „Wunderschön, ein ganz toller Chor“, fand etwa Gisela Klitzke (81), regelmäßige Kirchgängerin aus Schleswig. Immer wieder lud Chorleiter Jens Robbers zum Mitmachen ein, etwa beim Gospel-Lied „I’ve found the Way“, bei dem Männer- und Frauenstimmen im Wechsel sangen. Am Anfang waren die Besucher noch etwas reserviert, später wurde dann aber doch kräftig mitgesungen. „Musik verbindet, dazu war Kirchenmusik schon immer da“, sagte Jens Robbers. Die Menschen müssten in der Musik ihre eigene Sprache wiederfinden. Popmusik würde die meisten Leute heutzutage emotional ansprechen. Er sei zudem immer bemüht, passend zur Vielfalt der Menschen ein abwechslungsreiches Programm zu bieten, so Robbers.

Jugendwart Gero Moltzen war mit dem Ergebnis des Workshops voll zufrieden: „Ich war überrascht, wie engagiert und mit wie viel Begeisterung geprobt wurde – und dass wir es in so kurzer Zeit geschafft haben, zwölf Lieder einzuüben.“ Sein Ziel ist es, in Zukunft mehr Aufmerksamkeit für die Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde in Schleswig zu erlangen und sich vermehrt für modernere Gottesdienste einzusetzen: „Uns ist wichtig, die Projekte für jeden möglichst niedrigschwellig zu halten, sodass jeder, der möchte, mitmachen kann.“ Es seien bereits einige Aktionen in Planung, allerdings sei man immer auf die Unterstützung engagierter Mithelfer angewiesen. Eines steht aber bereits fest: Workshops wie diesen soll es wieder geben, auch für Erwachsene.

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