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„Fjordarium“ : Schwimmen in neuer Atmosphäre

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am 26. September werden die Schwimmhalle und die Sauna wiedereröffnet. Die Stadtwerke investieren 2,6 Millionen Euro in die Umbauarbeiten.

Das Wasser ist bereits eingelassen. Eine Million Liter im großen Becken, 70  000 Liter im Nichtschwimmerbecken. An diesem Donnerstag muss alles fertig sein in der runderneuerten Schwimmhalle, denn dann wird sie von Ole Schröder, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, offiziell eröffnet. Am Sonnabend, 26. September, dürfen dann erstmals Besucher ins Nass springen. Bereits an diesem Sonnabend können sich Interessierte bei einem Tag der offenen Tür (11 bis 16 Uhr) schon mal einen Einblick verschaffen von dem Gebäudekomplex, der jetzt „Fjordarium“ heißt.

„Fjordarium“ – diesen Begriff hat das Schleswiger Atelier Bokelmann kreiert, das sich in einem Wettbewerb durchgesetzt hatte. Er setzt sich zusammen aus Ostseefjord und Aquarium. „Bei vielen wird es sicher weiter einfach Schwimmhalle heißen“, glaubt Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Schoofs. Aber gerade im Hinblick auf die Sauna erscheine „Fjordarium“ attraktiver, weil es mehr nach Erholung klinge. Das bisherige Feedback auf die Wortschöpfung sei durchweg positiv, versichert Schoofs.

Seit März war die alte Sauna geschlossen, im Juni begannen die Arbeiten im 45 Jahre alten Schwimmbad. Insgesamt 2,6 Millionen Euro investierten die städtischen Kommunalbetriebe. 1,4 Millionen flossen in den Neubau der Sauna, 1,2 Millionen verschlang die Modernisierung des Hallenbades. „Wir haben kein Fremdkapital aufnehmen müssen, sondern finanzieren das aus eigenen Mitteln. Das geht natürlich zu Lasten der Gewinne“, erklärte Schoofs. Profitiert habe man davon, dass das Land just in diesem Frühjahr ein Förderprogramm für die energetische Sanierung von bestehenden Hallenbädern aufgelegt habe. Knapp 200  000 Euro wanderten aus diesem Topf nach Schleswig.

In der Schwimmhalle wurden die sanitären Anlagen sowie die Lüftungs-, Steuerungs- und Lichttechnik erneuert. Zudem wurde ein neues Babybecken errichtet. Sandtöne, ein helles Blau und vor allem Flieder (Schoofs spricht scherzhaft von „Fjordarium-Rot“) sind die dominierenden Farben. Zudem finden sich an den Wänden großflächige Fotos mit Motiven der Schleiregion. „Das macht optisch unheimlich viel her“, findet der Stadtwerke-Chef.

Der Saunatrakt wurde komplett erneuert. Besucher haben künftig die Wahl zwischen einer 85-Grad-Sauna mit integrierten Salzblöcken, einer Infrarotkabine, einem Dampfbad sowie einem 60-Grad-Sanarium. Zwischen den Saunagängen können sie sich in zwei Ruheräumen erholen. „Unser Ziel ist es, Gäste zurückzugewinnen. Ich bin zuversichtlich, dass es gelingt“, sagt Schoofs. In den 90er Jahren habe man 30  000 Besucher gezählt, zuletzt seien es aufgrund der Konkurrenz in anderen Städten nur noch 15  000 Saunierende pro Jahr gewesen. Sein Ziel sei es, so Schoofs, im nächsten Jahr auch noch eine neue Außensauna zu bauen. „Die entsprechenden Leitungen haben wir schon verlegt.“ Er gehe davon aus, dass die Politik das Vorhaben mittragen werde.

Das neue Saunavergnügen hat allerdings auch seinen Preis. Dieser steigt von elf auf 15 Euro. Das Familienbaden kostet weiter vier Euro (Kinder: zwei Euro). Bezahlt wird künftig wieder an einer personenbesetzten Kasse. „Viele Kunden haben unter dem Kassenautomaten gelitten. Er war etwas kompliziert“, räumt Schoofs ein. Zudem wird das 20 Mitarbeiter zählende Schwimmbadteam künftig auch ein „übersichtliches gastronomisches Angebot“ vorhalten. Dies reiche von frischem Salat und Pizza bis zu Eis oder Weizenbier. Für die Saunabesucher bedeutet das allerdings, dass sie nicht mehr selbst mitgebrachte Speisen und Getränke verzehren dürfen.

 

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erstellt am 15.Sep.2015 | 14:15 Uhr

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