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Schleswiger Nachrichten

22. September 2017 | 01:16 Uhr

Königswiesen : Schulprojekt als Denkanstoß

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Lornsenschüler stellten dem Bauausschuss gestern ihre Modell für eine Bebauung der Fläche zwischen Brauerei und Königswiesen vor.

von
erstellt am 02.Apr.2014 | 07:45 Uhr

Mit dieser kleinen Geste wollte die Stadt ein Zeichen setzen. Dafür, wie Bürgermeister Arthur Christiansen betonte, „dass wir dieses für Schleswig so wichtige Grundstück nicht aus den Augen verloren haben“. Deshalb haben die Mitglieder des Bauausschusses gestern ausnahmsweise nicht im Rathaus, sondern in der Mensa der Lornsenschule getagt. Dort bekamen sie von einigen Schülern die Ergebnisse einer Projektarbeit präsentiert, die sich mit einer möglichen Bebauung des rund 20 000 Quadratmeter großen Areals zwischen Königstraße und Königswiesen befasste – in Form von verschiedenen Modellen.

Insgesamt 47 Oberstufenschüler hatten sich gemeinsam mit ihren Lehrern Mareen Degebrodt und Ulrich Hadré sechs Wochen lang mit dem Gelände befasst, für das zwar längst ein Bebauungsplan (B-Plan 20a) besteht, das aber seit Jahren brach liegt (wir berichteten). „Ich bin beeindruckt von der Bandbreite der Ideen, die dabei umgesetzt wurden“, lobte Ausschuss-Vorsitzender Klaus Bosholm die Initiative der Jugendlichen, sich während der Projektarbeit mit einem konkreten Beispiel des Schleswiger Städtebaus befasst zu haben. Ein Ansatz, den auch Bürgermeister Christiansen hervorhob – insbesondere im Zusammenhang mit den qualitativ doch deutlich höher zu bewertenden Arbeiten der Lübecker Architekturstudenten, die sich mit der Innenstadtsanierung befassen. „Natürlich kann man die Ergebnisse der beiden Projekte nicht miteinander vergleichen. Aber wir sammeln jetzt erst einmal Eindrücke und sehen dann, was am Ende zielführend für die Stadt ist“, meinte er.

Das sei auch einer der Gründe gewesen, warum man – entgegen der ursprünglichen Planung – doch keinen Vertreter der Eigentümer des Geländes (die Waterkant Immobilien GmbH) zu der Sitzung eingeladen hat. „Wir wollen hier niemanden unter Druck setzen“, erklärte Christiansen, der gleichzeitig aber ankündigte, in naher Zukunft das Gespräch mit den Eigentümern zu suchen. Das wiederum freute auch Ulrich Hadré, der mit dem Engagement seiner Schüler sehr zufrieden war. „Ich weiß, dass unsere Modelle nicht so visionär sind wie die der Studenten. Aber ich denke, sie können sehr wohl als Denkanstoß dienen.“

Einen solchen gab schließlich auch die Gastgeberin, Lornsenschulleiterin Erdmut Fox, den Ausschussmitgliedern mit auf den Weg. „Trotz der Theater-Debatte: Die Südfassade unserer Schule müsste dringend mal saniert werden.“

 

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