Fahrdorf : Schützen stolz auf ihre Königin

Landesschützenkönigin Inge Lindahl-Koitzsch mit Karl-Heinz Wolff (links), dem Vorsitzender der Fahrdorfer Sportschützen, und Alfred Koitzsch, Vorsitzender des Kreisschützenverbandes. Foto: Jensen-Rath
Landesschützenkönigin Inge Lindahl-Koitzsch mit Karl-Heinz Wolff (links), dem Vorsitzender der Fahrdorfer Sportschützen, und Alfred Koitzsch, Vorsitzender des Kreisschützenverbandes. Foto: Jensen-Rath

Die Sportschützen und Gilden im Norddeutschen Schützenbund werden für ein Jahr von einer Dänin regiert. Inge Lindahl-Koitsch heißt die neue Landesschützenkönigin.

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12. Dezember 2008, 11:48 Uhr

Fahrdorf | Nach der Proklamation auf dem Festball der Schützen durch den Präsidenten Gerd Quast kam sie im vollen Ornat nach Fahrdorf, um sich dort ihren Blumenstrauß abzuholen. "Wir sind sehr stolz auf dich", sagte Karl-Heinz Wolff, Vorsitzender der Fahrdorfer Sportschützen, deren Mitglied Inge Lindahl-Koitzsch seit 1999 ist. Er sei sicher, so Wolff, dass sie ihre Aufgaben als Königin im Lande mit vollem Einsatz und viel Charme wahrnehmen werde. Für ihre Königskette werde er nun die neuen Plaketten besorgen, das Emblem der Fahrdorfer Schützen und das Wappen der Gemeinde sollen darauf.

"Dann wird sie noch schwerer", meinte Inge Lindahl-Koitzsch und lachte, vier Kilo Gewicht müsse sie schon jetzt tragen. "Aber ich mache das gern."

Die Fahrdorfer Sportschützen stellen bereits zum zweiten Mal den Landesschützenkönig. 1986 war Fahrdorfs Sportschütze Erhard Manikus ebenfalls Landesschützenkönig.
Trend zum Zweitverein
Zu Hause ist Inge Lindahl-Koitsch in Schuby. Dort wohnt sie mit ihrem Ehemann Alfred Koitzsch, dem Vorsitzenden des Kreisschützenverbandes. Durch ihn kam sie zum Schießsport. Mittlerweile unterstützt sie ihn auch im Kreisverband als Schriftführerin. Jetzt sei es an ihm, so sagt Alfred Koitzsch, seine Ehefrau zu unterstützen, denn viele Repräsentationspflichten kämen auf sie zu. Im nächsten Jahr geht es nach Lübeck zum Bundeskönigsschießen, viele Vereine gilt es auf ihren Kreis schützentagen zu begleiten oder Gast auf ihren Königsbällen zu sein.

Dabei hat Inge Lindahl schon jetzt allerhand um die Ohren. Allein für ihren Schießsport fährt sie jährlich bis zu 2500 Kilometer. Da es in Fahrdorf keine Altersgruppe Frauen für sie gibt, hat sie für Wettkämpfe einen "Zweitverein", die Sportschützen Ellingstedt.

Neben ihrem Beruf als Hauswirtschafterin in einem dänischen Altenheim in Flensburg ist sie in Schuby Vorsitzende des SSW und als bürgerliches Mitglied im Jugend-, Sport- und Kulturausschuss tätig.

Bleibt da noch Zeit für die dänische Lebensart? Aber ja, sagt Inge Lindahl-Koitzsch und erzählt von ihren Vorbereitungen zum Weihnachtsfest, vom Basteln, vom Backen und vom Dekorieren der Wohnung.

Den ersten Schritt hin zur Königsregentschaft tat sie zu Beginn des Jahres im Leistungszentrum Kellinghusen mit der Qualifikation zur Teilnahme am Endkampf zum Landeskönig. Danach beschoss Inge Lindahl-Koitzsch an zwei Trainingsabenden in ihrem Fahrdorfer Verein die Qualifikationsscheiben. Es galt, genau in die Mitte der "Zehn" zu treffen. Nach 20 Schuss sei sie endlich zufrieden gewesen, sagt sie.

Dass schließlich ihr Treffer beim Schießen um die Königswürde sehr gut war, das habe sie schon gewusst, verrät die frisch gebackene Königin. Doch dann wartete sie vergebens auf den Brief vom NDSB an die zehn besten Schützen.

Was Inge Lindahl-Koitzsch nicht wusste: Ihr Ehemann hatte ihn vor ihr verborgen. Die Überraschung war aber auch für ihn groß, als seine Frau zur Königin proklamiert wurde. Ihr war mit einem Teiler von nur 2,2 der Königsschuss gelungen.

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