Schleswig : Schüsse auf Auto? Polizei nimmt psychisch kranken Mann fest

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Auch das SEK wurde alarmiert, kam jedoch nicht zum Einsatz.
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Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Auch das SEK wurde alarmiert, kam jedoch nicht zum Einsatz.

Bei der Fahrt durch die Friedrichstraße in Schleswig zerbrach plötzlich die Heckscheibe eines Autos. In einer nahegelegenen Wohnung fand die Polizei mehrere Waffen.

shz.de von
22. Januar 2018, 14:14 Uhr

Schleswig | Unruhiger Abend für die Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst in Schleswig: Gegen kurz nach 19 Uhr lief am Sonntag ein Notruf bei der Polizeileitstelle in Harrislee auf. Anwohner im Schleswiger Stadtteil „Friedrichsberg“ haben einen lauten Knall oder einen Schuss in einem Mehrfamilienhaus gehört. Wie die Polizei am Montag mitteilte, war eine junge Frau mit ihrem Wagen unterwegs in der Friedrichstraße, als plötzlich die Heckscheibe des Fahrzeugs zerbrach. Sie habe vermutet, dass auf ihren Wagen geschossen wurde und die Polizei alarmiert.

„Die Polizei Schleswig war mit einem massiven Polizeiaufgebot am Abend in Schleswig eingesetzt, zusätzlich angeforderte Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) aus Kiel, brauchten nicht mehr tätig werden“, bestätigt die Flensburger Polizeisprecherin Sandra Otte am Montagmorgen auf Anfrage. Für Autofahrer und Passanten gab es in der Friedrichstraße kaum mehr ein Durchkommen. Ein Großaufgebot von Polizeifahrzeugen, Rettungsdienst und Notarzt standen am Einsatzort.

Zeugenaussagen hätten zu einer Wohnung geführt, in der sich zwei Männer aufhielten. Die Wohnung sei durchsucht worden. Dabei wurden laut Polizei eine Druckluft-Pistole und drei Schreckschusspistolen gefunden. „Die beiden Männer wurden angehört. Einer von ihnen, der offensichtlich psychisch krank war, wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer psychiatrischen Klinik zugeführt“, so Otte.

Offen ist jedoch noch, ob mit einer der Waffen tatsächliche auf das Fahrzeug geschossen wurde. Diese werde jetzt von einem Sachverständigen des LKA geprüft. Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der Rufnummer 04621-840 zu melden.

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