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An der Autobahn : Schuby macht Weg für Riesen-Gewerbegebiet frei

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gemeindevertretung Schuby beschließt Bebauungsplan für interkommunales Gewerbegebiet. Die Baumaßnahmen auf dem Gelände an der A7 sollen bereits im Frühjahr beginnen.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2013 | 13:45 Uhr

Einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum Interkommunalen Gewerbegebiet Schleswig-Schuby setzte die Gemeindevertretung Schuby in ihrer jüngsten Sitzung. Nachdem der B-Plan für alle ausgelegen hatte, wurden nun die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung abgewogen und kleinere Veränderungen im B-Plan vorgenommen. Eine kurze Diskussion entstand über die Frage, wie groß der Abstand der zukünftigen Gebäude zur vorhandenen Wohnbebauung zu sein hat. Jens Hansen, SPD, schien eine Distanz von nur neun Metern zu gering, wenn die Gewerbegebäude eine gewisse Höhe überschreiten sollten. Es wurde klargestellt, dass die Neun-Meter-Distanz nur bis zu einer bestimmten Gebäudehöhe gilt. Fällt die Bebauung höher aus, vergrößert sich auch der Abstand zur Wohnbebauung.

Der Satzungsbeschluss wurde einstimmig gefasst, nun fehlen nur noch die Unterschrift von Bürgermeister Helmut Ketelsen und einige bürokratische Regularien. Dann kann der Erschließungsplan durch den Zweckverband auf den Weg gebracht werden. Im Frühjahr könnten die ersten Baumaßnahmen beginnen, so Ketelsens optimistische Einschätzung. „Die Planungen liegen exakt im rechtlichen Rahmen und Zeitplan“, betonte er.

Das zweite große Thema der Sitzung betraf das Stammgleis im Gewerbegebiet B7. Obwohl die Gleise ungenutzt, zugewachsen und die Schwellen nicht mehr brauchbar sind, zahlt die Gemeinde Schuby noch immer für die Instandhaltung, vor allem Weichenwartungs-Gebühren. Vertraglich ist die Gemeinde noch bis 2019 gebunden. Bei Vertragsabschluss war davon ausgegangen worden, dass möglicherweise die ansässigen Gewerbebetriebe auf die Gleise zurückgreifen würden. Das ist heute jedoch nicht mehr der Fall. Fraktionsübergreifend waren sich die Gemeindevertreter schnell darüber einig, dass nach Absprache mit den Firmen ein Rückbau erfolgen soll. Wann das geschehen kann und wer die Kosten dafür trägt, soll ein in Kürze stattfindendes Gespräch mit der Eisenbahnbehörde klären.

Die Vorsitzende des Bau- und Wegeausschusses, Helga Svejnoha, wies ihn ihrem Bericht darauf hin, dass ab kommender Woche die Theodor-Storm-Straße gepflastert wird. Manfred Runde, Vorsitzender des Ausschusses für Umweltfragen und gemeindliche Ver- und Entsorgung, hatte in Zusammenarbeit mit Torben Pöschel, der bis 2016 mit seiner Firma den Winterdienst für die Gemeinde übernimmt, festgestellt, dass einige Gullydeckel in Schuby zu hoch hinausragen. Die Gemeindevertreter beschlossen, den Mangel möglichst noch vor dem Wintereinbruch zu beheben. Außerdem soll der Weg zur Schule wieder vorrangig geräumt werden.

Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED ist nahezu abgeschlossen. Die Birken in der Hauptstraße werden entfernt. Es wird eine Ersatzbepflanzung mit entsprechenden heimischen Hölzern angestrebt. Die Eiche am Buswendehammer scheint äußerlich in Ordnung zu sein, von innen jedoch scheint der Baum zu verrotten. Die Versammlung war sich einig, das Frühjahr abzuwarten, und erst dann eine Entscheidung zu treffen.

Auf Antrag der SPD wurde eine Umsetzung der Querungshilfe in Höhe des Netto-Marktes geprüft. Jens Hansen bezeichnete diese Stelle als gefährlich, sowohl für Kunden und Autofahrer als auch für Fahrradfahrer. Die Gemeindevertreter beschlossen, für das Haushaltsjahr 2014 Mittel für die Querungshilfe einzustellen, der Bau- und Wegeausschuss soll das Vorhaben vorbereiten. Der Bürgermeister stellte klar, dass 2014 im Zuge der Verkehrsberuhigung aber nur eine Querungshilfe in Angriff genommen werde, entweder beim Netto-Markt oder bei der Bäckerei Kalinka.

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