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Schleswiger Nachrichten

17. Dezember 2017 | 03:41 Uhr

Schuby hofft auf Großbetriebe

vom

Gemeinderat bringt Flächennutzungsplan für interkommunales Gewerbegebiet auf den Weg / Bauausschuss verabschiedet Bebauungsplan

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Schuby | Mit dem Fortgang der Planungen für das interkommunale Gewerbegebiet beschäftigte sich die Schubyer Gemeindevertretung auf ihrer jüngsten Sitzung. Zu dem Entwurf des Flächennutzungsplanes, der vom 18. Februar bis zum 18. März ausgelegen hatte, gab es von verschiedenen Seiten einige Anmerkungen, aber keine Einwände. So machte die Wasserwirtschaft erneut klar, dass belastetes Wasser nicht in den See eingeleitet werden wird. Die Landwirtschaftskammer wies darauf hin, dass die Belange der Landwirte Beachtung finden müssten und der Wasserverband Treene erinnerte daran, dass die Löschwasserversorgung für das Gewerbegebiet Aufgabe der Gemeinde sei. Das Archäologische Landesamt, das derzeit die Fläche untersucht, und auch Schubys Nachbargemeinden erhoben keine Einwände.

Von privater Seite gab es fünf Anregungen. Sie bezogen sich unter anderem auf die Erhaltung des Biotops, der Nistplätze und den Zugang für Fledermäuse sowie auf den Lärm- und Emissionsschutz. Die Themen Puffer zur Wohnbebauung und erhöhtes Verkehrsaufkommen im Neukruger Weg sollen im Bauleitverfahren besondere Berücksichtigung finden. Die Gemeindevertretung beschloss die 17. Änderung des Flächennutzungsplanes. Der F-Plan wird nun dem Innenministerium in Kiel zur Genehmigung vorgelegt.

Carsten Carstensen-Wendt berichtete über die abgeschlossenen Ausschreibung zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Die Vergabe sei erfolgt und eine zweite Ausschreibung für die Masten und Lampenträger, insgesamt rund 80 Leuchten, laufe. Merkwürdigerweise, so Carstensen-Wendt, hätten sich auf Facebook einige Leute als Helfer bei der gelungenen Aktion "Sauberes Dorf" dargestellt, die gar nicht teilgenommen hätten. Die neuen Blumenkästen an der B 201 sind aufgestellt und werden bestückt.

Jens Hansen machte noch einmal darauf aufmerksam, dass die Gemeinde ihre Forderungen an den Insolvenzverwalter der Biogasanlage stellen sollte. Ralf Lausen, Amt Arensharde, konnte noch keine Antwort liefern, versprach aber, die Informationen nachzureichen.

Auf der anschließenden Sitzung des Bau- und Wegeausschusses ging es unter anderem um Straßensanierungen. Die Herrichtung der Theodor-Storm-Straße wird fortgeführt, über den teilweise abgesackten Putjeredder wird noch entschieden. Die Sanierung Schulweg 5 lässt aufgrund des langen Winterwetters auf sich warten. Auch die Einrichtung einer Fußgängerquerung über die Bahnhofstraße in Höhe der Bäckerei Kalinka wird sich verzögern. Zur Verbesserung des Verbindungsweges Schulweg-Bahnhofstraße wird der Ausschuss der Gemeindevertretung das Einholen eines Kostenvoranschlages zur Pflasterung oder Asphaltierung empfehlen, damit eine gefahrfreie Nutzung durch Fahrradfahrer, Fußgänger und Rollatornutzer möglich wird.

Um den Zeitplan für das interkommunale Gewerbegebiet Schuby einhalten zu können, wurde der erste Entwurf für die Bauleitplanung vorgestellt. Um für Interessenten möglichst attraktiv zu sein, werden die Grundstücksgrößen nicht konkret festgelegt. Um die Konkurrenz zu bestehenden, kleineren Gewerbegebieten zu vermeiden, wünschen sich die Verantwortlichen die Ansiedlung möglichst großer Betriebe für das interkommunale Gewerbegebiet. Die Verkehrs anbindung soll über die B 201 erfolgen. Die Planer versprechen auch den Radweg Richtung Schleswig zu erhalten, allerdings sei eventuell eine neue Wegführung notwendig. Auf dem gesamten Gelände kommt es möglicherweise zu größeren Erdreichbewegungen, um Geländeunterschiede auszugleichen. Ein kleines, neu entdecktes Biotop wird noch eingehend untersucht. Dessen Erhalt hängt ab von dem Ergebnis eines Fachgutachtens.

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