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Schleswiger Nachrichten

18. August 2017 | 11:32 Uhr

Schleswig : Schönheitskur für die Straßen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Für knapp eine halbe Million Euro werden in den kommenden Wochen mehrere Fahrbahnbeläge erneuert.

Den Anfang macht der Husumer Baum. Vom 7. bis 12. August geht hier, zwischen der Mansteinstraße und der Friedrichstraße, für Autofahrer nichts mehr. Denn dann bekommt die Teilstrecke eine neue Asphaltdecke verpasst – und wird deshalb in diesem Zeitraum voll gesperrt. Es ist die erste von gleich mehreren Baumaßnahmen, die zumindest einige von Schleswigs Straßen in den kommenden Wochen auf Vordermann bringen sollen.

Rund 450  000 Euro lässt sich die Stadt diese notwendige Schönheitskur kosten. Dafür soll unter anderem auch die Busdorfer Straße einen neuen Belag bekommen (auch hier wird zeitnah mit der Umsetzung begonnen). Größere Maßnahmen sind zudem für die Margarethenwallstraße, Bereiche der Schubystraße (zwischen Julius-Petersen-Platz und Moltkestraße), den Europaplatz oder auch die Neuwerkstraße geplant. Den Auftrag für sämtliche Arbeiten hat das Tiefbau-Unternehmen Hoff aus Bredstedt bekommen.

„Wir haben in diesem Jahr noch eine Menge vor. Aber es wird nicht alles umgesetzt werden können, was ursprünglich geplant war“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Schoofs. Die gute Auftragslage bei den Tiefbauunternehmen in der Region habe die Preise steigen lassen. „Da wir aber im Kostenrahmen bleiben sollten und wollten, mussten wir das ein oder andere stornieren.“ Unter anderem hat man deshalb die geplante Sanierung der Waldmühle, eine kleine Straße am Tiergarten, zurückgestellt.

Es ist das erste Mal, dass sich die Stadtwerke so intensiv mit dem Thema Straßensanierung beschäftigen. Denn erst Anfang des Jahres war diese Aufgabe vom Bauamt auf die Umweltdienste übertragen worden (wir berichteten). Die Tochtergesellschaft der Stadtwerke hatte bereits seit 2006 die sogenannten „bauhoftypischen Betriebsleistungen“ für die Stadt übernommen. Nun ist auch der Bereich Straßenbau hinzugekommen, um, wie es hieß, Kompetenzen zu bündeln. Allein die Planungshoheit liegt weiter im Bauamt und – bei größeren Maßnahmen – bei der Ratsversammlung.

„Das war eine gute und richtige Entscheidung“, bilanziert Schoofs nun nach gut einem halben Jahr. Auch wenn damit eine Menge Arbeit verbunden sei. Denn: Freundlich ausgedrückt befänden sich Schleswigs Straßen in einem „mittelprächtigen Zustand“, meint der Stadtwerke-Geschäftsführer und verlässt sich dabei nicht nur auf seine eigenen Erfahrungen als Autofahrer, sondern stützt sich in erster Linie auf aktuelle Erkenntnisse aus seinem Haus. Dort nämlich hatten die drei ehemaligen Mitarbeiter des Bauamtes, die im Zuge der Aufgabenübertragung an die Werkstraße gewechselt sind, in ihren ersten Monaten eine Menge zu tun. Sie haben unter anderem das von der Politik lang ersehnte und mehrfach geforderte Straßenkataster erstellt. Darin wurden sämtliche Straßen und Wege innerhalb der Stadtgrenzen – vom Abelsteg bis Zur Alten Fähre – erfasst, detailliert dokumentiert und ihr jeweiliger Zustand schließlich mit Hilfe eines Punktesystems von 1 (sehr gut) bis 4 (sehr schlecht) bewertet . „Jetzt wissen wir immer sofort, wo welcher Handlungsbedarf besteht. Das hilft, auch mit Blick auf die Planung künftiger Investitionen, enorm weiter“, sagt Schoofs.

In den nächsten Jahren werde auf die Stadt diesbezüglich noch „einiges zukommen“. Was genau wo gemacht werden muss, darüber wolle man aber zunächst ausführlich mit der Verwaltung und der Politik sprechen.

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erstellt am 27.Jul.2017 | 06:23 Uhr

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