zur Navigation springen

Schleswig : Schmutzige Klassenzimmer bleiben ein Dauerthema im Schulausschuss

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das städtische Bauamt und Leiter der Schleswiger Schulen dikutieren weiter über eine Verbesserung der Reinigungssituation.

von
erstellt am 20.Dez.2013 | 07:45 Uhr

Man könnte meinen, dass auf der Akte schon längst eine dicke Staubschicht liegt. Ist es doch bereits mehr als eineinhalb Jahre her, dass sich die Leiter der Schleswiger Schulen mit einer gemeinsamen „Resolution zur Reinigungssituation“ erstmals Luft machten. Empfänger war die Stadt, die das System der Schulreinigung zuvor umgestellt hatte. Tenor der schriftlichen Erklärung: Das vom Bauamt erarbeitete „Leistungsverzeichnis“ entspreche weder den praktischen Anforderungen in den Schulen noch den Hygieneplänen des Gesundheitsamtes. Ebenso, so ließen die Schulleiter verlauten, widerspreche es der schulischen Realität, dass die Hausmeister aus der Verantwortung für die Reinigung genommen wurden – was wiederum zu einer erschwerten Kommunikation zwischen Stadt und Schulen führe.

Das Thema ist noch immer nicht vom Tisch – und stand jetzt erneut auf der Tagesordnung des Schulausschusses. Oliver Greve (Sachgebiet Reinigungsdienst) und Philipp Schöning (Fachdienstleiter Gebäudemanagement) stellten sich nun den Fragen der Kommunalpolitiker. „Wir haben das Schreiben der Schulleiter sehr ernst genommen und sind seitdem mit ihnen im ständigen Austausch“, versicherte Schöning. Da man sich sämtliche Pläne, alle Schulen und insbesondere die kritisierten Punkte genau ansehen wollte, habe man erst jetzt dezidiert Stellung nehmen können, fügte Oliver Greve an. Einiges sei in persönlichen Gesprächen aus der Welt geräumt worden. Man sehe aber weiterhin die Schulleitungen in der Pflicht, etwa das Verhalten von Schülern und Lehrern „mit geeigneten Maßnahmen zu verbessern“, um den Aufwand für das Reinigungspersonal so gering wie möglich zu halten.

Das allerdings ist aus Sicht der Schulleiter nicht immer einfach. In der Domschule mit ihren rund 1000 Schülern und 75 Lehrern gibt es beispielsweise über 40 Klassenräume, die zum Großteil fast stündlich von anderen Gruppen genutzt werden. „Wenn die letzte Klasse des Tages dann vergisst, die Stühle hochzustellen, wird der Raum nicht gereinigt – selbst wenn er offensichtlich verdreckt ist“, sagt Schulleiter Georg Reußner auf SN-Nachfrage. Er bestätigt zwar auch, dass der Austausch mit dem Bauamt inzwischen besser sei als noch vor eineinhalb Jahren. Aber noch immer gebe es beim Thema Schulreinigung „einige grundlegende Probleme“, die verbessert werden müssten. Insbesondere dass die Koordination des Reinigungsdienstes von den Hausmeitsern auf sogenannte Objektleiterinnen des städtischen Reinigungsdienstes übertragen wurde, missfällt Reußner. „Die Hausmeister wissen am besten , wo etwas an den Schulen gemacht werden muss.“

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen