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Besondere Auszeichnung : Schmädecker jetzt Ehrenbürgermeister

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Brebels Bürgermeister Heinz-Georg Schmädecker setzt sich nach 31 Jahren Engagement in der Gemeinde zur Ruhe. Aus Dank für sein Wirken wurde er zum Ehrenbürgermeister ernannt.

Für seine Leistung hat die Gemeinde Brebel Heinz-Georg Schmädecker den Titel „Ehrenbürgermeister“ verliehen. 31 Jahre lang war der heute 65-Jährige Gemeindevertreter – davon 23 Jahre Bürgermeister. Nur ein Gemeindevorsteher stand länger an der Spitze des Ortes – und das ist schon ziemlich lange her: Friedrich Ohlsen von 1873 bis 1899.

Knapp außerhalb des Ortes geboren, zog Schmädecker 1980 nach Brebel und gründete dort eine Baumschule und einen Gärtnereibetrieb. Er wurde sofort Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und ließ sich zwei Jahre später in die Gemeindevertretung wählen. 1990 wurde er Bürgermeister. In seine Amtszeit fallen der Abschluss der Flurbereinigung, die Erstellung der Dorfchronik, die Einführung eines Gemeindewappens, der Bau des Ohlsen-Hauses und die technische Runderneuerung der Freiwilligen Feuerwehr – von der Spritze über das Fahrzeug bis zum Gerätehaus und der Schutzkleidung. Für seine besondere Fürsorge wurde er mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehrehrenkreuz in Gold ausgezeichnet. Schmädeckers letzte kommunalpolitische Tat war die Einführung der Breitbandversorgung. Nur einen Herzenswunsch hat er der Gemeinde nicht erfüllen können, und zwar die große Brebeler Kreuzung in einen Verkehrskreisel umzuwandeln.

Sein Nachfolger Wolfhard Kutz würdigte Schmädeckers Leistung mit einem Bürgermeister-Alphabet, in dem Schmädecker Eigenschaften wie Überblick, Geradlinigkeit, Einsatz, Respekt und Verlässlichkeit zugeschrieben wurden. „Die Gemeindevertreter folgten ihrem Bürgermeister meist einstimmig“, stellte er fest. Er habe in seiner 19-jährigen Tätigkeit als Protokollführer nur eine Kampfabstimmung miterlebt. Und da sei es um die Farbe der Dorfchronik gegangen. „Mit seiner sachlichen und ruhigen Art hat er sich auf Amts- und Gemeindeebene Respekt erarbeitet“, stellte Kutz fest. Oppositionsführer Ralf Wrobel sah das etwas anders: „Wenn man mit Dir nicht einer Meinung war, war es kein Zuckerschlecken“, sprach er Schmädecker an. Doch dieser habe für Brebel viel erreicht und viel aufgebaut.

Auch Johannes-Peter Henningsen, ehemaliger Bürgermeister von Süderbrarup und früherer Kollege Schmädeckers, zollte seinen Respekt: „Du hast den Titel Ehrenbürgermeister verdient“, sagte er. „Du hast immer versucht, alle zu überzeugen.“

„Ich bin schnell Brebeler Bürger und Bürgermeister geworden“, fasste Schmädecker seinen kommunalpolitischen Lebenslauf zusammen. Und er sei dann Bürgermeister geblieben, bis er sich selbst gesagt hätte: ,Jetzt reicht’s!’“ Es sei nicht immer leicht mit ihm gewesen. „Doch wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, war es immer für die Allgemeinheit“, gestand er. Deshalb habe es ihn befremdet, wenn es Menschen gab, die ihm das persönlich nachgetragen hätten.

Und für die Region Süderbrarup müsse etwas getan werden. „Packt das an und haut rein, sonst sitze ich euch eines Tages im Nacken!“

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erstellt am 03.Sep.2013 | 07:46 Uhr

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