Gute Bilanz in Schleswig : Schlussverkauf zieht immer noch

Klaus-Peter Jeß, I.D. Sievers.
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Klaus-Peter Jeß, I.D. Sievers.

Durch den Rekordsommer dieses Jahr freuen sich die Geschäftsleute über besonders erfolgreiche Rabatt-Aktionen.

shz.de von
14. August 2018, 07:00 Uhr

Der Sommer ist noch längst nicht vorbei, aber trotzdem liest man überall in den Schleswiger Schaufenstern groß „Sale“, wie der Sommerschlussverkauf heutzutage heißt. Mit teilweise bis zu 70 Prozent Rabatt auf Sommerartikel werben die Geschäfte – offenbar sehr erfolgreich.

„Der Sommerschlussverkauf klappt“, sagt Karin Meyer vom kleinen Laden „Fraumeyer“ in der Mönchenbrückstraße. Besonders durch den heißen Sommer dieses Jahr seien mehr Leute als sonst in das Geschäft gekommen. Und das, obwohl sie außer Schildern im Fenster gar keine Werbung gemacht habe. Gerade T-Shirts und kurze Hosen waren und sind bei diesem Wetter sehr gefragt und gehen gut und schnell weg. Da reichen oft schon 20 Prozent Rabatt.

Auch Tanja Diedrichsen von „C&A“ im Stadtweg zieht für diesen Sommer bis jetzt eine sehr positive Bilanz. Besonders bummelnde Urlauber lockten die Schilder in den Schaufenstern an. Der Sommerschlussverkauf sei außerdem ein wichtiger Umsatzträger für das Geschäft. Auch hier sind es kurze Hosen und T-Shirts, die sich besonders gut verkaufen.

Ein konkretes SSV-Startdatum wie früher gibt es inzwischen nicht mehr. „Wir legen meistens ab der zweiten Juliwoche los“, sagt Diedrichsen. Wie lange die Aktion laufe sei wetterbedingt, bei gutem Wetter könne es auch Verlängerungen geben. „C&A“ startet dafür keine großen Werbekampagnen, das meiste laufe über Schilder im Schaufenster, nur einige spezielle Aktionen werden im Radio angekündigt. Das reicht. „Manche Kunden wissen schon, wann wir in etwa mit unserem Schlussverkauf starten“, sagt Diedrichsen. Es gäbe durchaus einige, die gezielt darauf warten würden, im Gegenzug dann aber auch mehr als nur ein bis zwei Teile kaufen. Angefangen wird mit 30 Prozent Rabatt, zum Ende hin wird auf 50 Prozent und mehr erhöht.

Auch der Sportladen „Capitano“, der ebenfalls im Stadtweg liegt, macht mit beim Sommerschlussverkauf. Inhaber Florian Albertsen sagt, dass es durch die Ferienzeit derzeit noch eher die Urlauber seien, die es in den Laden ziehe und weniger die Einheimischen. Auch hier läuft alles über die Schilder im Schaufenster. „Auf Nachfrage bekommen die Kunden natürlich noch mehr Informationen zur Aktion“, erklärt Albertsen. Die klassische Saisonware gebe es bei Sportkleidung nicht, dafür aber Kollektionen. „Und solange die Sommerkollektion noch auf Lager ist, läuft der Schlussverkauf auch noch weiter“, so Albertsen.

Klaus-Peter Jeß, Geschäftsführer von I.D. Sievers und Vorsitzender der Interessengemeinschaft Ladenstraße (IGL), freut sich ebenfalls über viele Kunden, besonders Touristen, die durch den Sommerschlussverkauf den Weg in die Schleswiger Geschäfte finden. Bei I.D. Sievers wurden neben den Schildern im Schaufenster auch Zeitungsanzeigen geschaltet und Beilagen produziert. Um mit einem Vorurteil aufzuräumen, erklärt Jeß: „Die Ware ist nicht schlecht, nur weil sie reduziert ist. Es geht darum, Platz zu machen für die kommende Kollektion.“ Und genau das gelinge eben über die Prozente. Bei den Kunden kommt das sehr gut an. Gunda Frahm geht zwar nicht regelmäßig shoppen, freut sich dann aber umso mehr, wenn sie die Möglichkeit hat zu sparen. Die Schilder im Fenster würden sie dann doch eher in den Laden locken, aber bewusst darauf warten würde sie nicht, so Frahm.

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