„Großer Schritt zur Modernisierung“ : Schleswigs Wehr funkt jetzt digital

Sind überzeugt von der neuen digitalen Funk-Technik: Bürgermeister Arthur Christiansen (Mitte) mit Schleswigs Wehrführer Sönke Schlossmacher (rechts) und seinem Stellvertreter Jörg Lange.
Sind überzeugt von der neuen digitalen Funk-Technik: Bürgermeister Arthur Christiansen (Mitte) mit Schleswigs Wehrführer Sönke Schlossmacher (rechts) und seinem Stellvertreter Jörg Lange.

Die Stadt schafft 63 neue Handfunkgeräte für die Kameraden an.

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04. Dezember 2015, 19:16 Uhr

Als erste Feuerwehr im Kreis haben die beiden Schleswiger Löschzüge jetzt mit der Einführung des Digitalfunkes begonnen. Insgesamt wurden dafür von der Stadt 63 neue Handfunkgeräte angeschafft. Zudem wurden alle elf Einsatzfahrzeuge mit fest installierten Digitalfunkgeräten ausgestattet. „Die Umstellung von Analog auf Digital ist ein großer Schritt in Richtung Modernisierung unserer Feuerwehr. Gleichzeitig nehmen wir hier als Kreisstadt eine Vorreiterrolle für alle Gemeindewehren in der Region ein“, erklärte Bürgermeister Arthur Christiansen gestern während eines Pressegespräches in der Friedrichsberger Feuerwache am Erdbeerenberg.

Bereits 2013 hat das Land mit der Einführung des Digitalfunks im nichtpolizeilichen Bereich begonnen. Bis 2018 soll dies flächendeckend in ganz Schleswig-Holstein umgesetzt sein. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit bei der Beschaffung der entsprechenden Geräte haben sich die Kommunalen Landesverbände und das Kieler Innenministerium damals auf ein gemeinsames Ausschreibungsverfahren geeinigt. Diesem Verfahren hat sich die Stadt angeschlossen – und konnte nun Vollzug melden. Ein beträchtlicher Teil der Anschaffungskosten für die Geräte konnte durch Fördermittel finanziert werden. Den Rest, rund 45000 Euro, stellt die Stadt aus Eigenmitteln zur Verfügung.

Schleswigs Wehrführer Sönke Schlossmacher und sein Stellvertreter Jörg Lange zeigten sich nach sechswöchiger Probephase begeistert von der neuen Technik. Die Kommunikation funktioniere deutlich störungsfreier – insbesondere auch bei schlechtem Wetter. „Wir haben schon mehrere Schulungen gehabt und die Geräte auch schon im Einsatz genutzt. Gerade unsere jungen Kameraden haben den Umgang mit ihnen schnell gelernt. Wer ein Smartphone bedienen kann, hat damit kein Problem“, sagte Schlossmacher.

Um bei Einsätzen im Schleswiger Umland auch mit den dortigen Wehren kommunizieren zu können, sind auch weiterhin einige analoge Geräte mit an Bord. Bis Ende 2017 könnten dann sämtliche Feuerwehren zwischen Schafflund und Erfde mit der modernen Technik ausgerüstet sein.

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