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JUgendaufbauwerk : Schleswigs vergessene Baustelle

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Seit mehr als zwei Jahren steht ein Bauzaun vor der brüchigen Fassade des Jugendaufbauwerkes. Einen Termin für den Beginn der Bauarbeiten gibt es bis heute nicht.

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erstellt am 28.Mai.2014 | 07:45 Uhr

Vor zwei Jahren war es für kurze Zeit ein großes Thema in der Kommunalpolitik: das Haus des Jugendaufbauwerks (JAW) an der Flensburger Straße. Als bekannt wurde, dass die Fassade des rund 40 Jahre alten roten Klinkerbaus dringend saniert werden muss, diskutierten die Ratsfraktionen, ob die Stadt das Gebäude nicht lieber verkaufen sollte. Insbesondere die CDU drängte darauf. Der damalige Bürgermeister Thorsten Dahl erhielt den Auftrag, nach alternativen Standorten für das JAW und für die beiden anderen Einrichtungen in dem Gebäude zu suchen: dem Förderzentrum Schleswig-Kropp und einer Außenstelle des Kindergartens Moorkatenweg. Es fanden sich keine Alternativen. Aber auch das Geld für die Sanierung hat die Ratsversammlung bis heute nicht bereitgestellt. Geschehen ist bis bislang nichts. Zuletzt war das Thema fast vollständig von der Agenda der Stadtpolitik verschwunden.

Eine Sanierung würde nach Angaben des Bauamtes rund eine Million Euro kosten. Darin sind auch die Kosten für ein neues Wärmedämm-Verbundsystem enthalten. Das beauftragte Ingenieurbüro Korsch + d’Aubert hatte die Fassade als „in Teilen nicht mehr standsicher“ beurteilt. „Die notwendigen Sicherungs- und Absperrmaßnahmen in den Eingangsbereichen wurden durchgeführt“, erfuhren die Mitglieder des Bauausschusses auf ihrer Sitzung im Januar 2012. Damit war der Bauzaun gemeint – der seither unverändert vor der Fassade steht. Auf SN-Nachfrage teilte die Rathaus-Pressestelle gestern mit: „Es gibt derzeit noch keinen Zeitplan für die Sanierung.“ Jedoch werde bereits in wenigen Wochen eine neue Kostenschätzung für die Sanierung vorliegen. Wie es dann weitergeht, ist offen. Man werde nun prüfen, ob die Stadt für die Sanierung Fördermittel einwerben könne, heißt es im Rathaus.

Noch immer gilt, was das Bauamt bereits vor zweieinhalb Jahren notiert hatte: „Der weitere dauerhafte Betrieb der Einrichtung erfordert die umfassende Sanierung aller Fassaden- und Dachflächen.“

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