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Unfall-Statistik : Schleswigs Straßen sind sicherer geworden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die St. Jürgener Einmündung in die B 201 ist kein Unfallschwerpunkt mehr. Auch sonst zeigt die Statisitk keine besonderen Gefahrenpunkte im Stadtgebiet.

Die Gefahr im Straßenverkehr lauert an jeder Ecke. Bis Oktober wurden 83 Menschen im Schleswiger Straßenverkehr verletzt, acht von ihnen schwer. In den vergangenen Jahren war die Gefahr vor allem im Einmündungsbereich der B 201 zur St. Jürgener Straße sehr präsent. Seit Ende des vergangenen Jahres regelt dort eine Ampelanlage den Verkehr. In den vergangenen Jahren wurden auch andere gefährliche Punkte entschärft. Mit Erfolg: Die Stadt Schleswig war 2013 aus Sicht der Polizei trotz 143 Unfällen und 108 Verletzten frei von jeglichen Unfallschwerpunkten.

„Die Auswertungen dauern noch an“, sagt Jörg Addix von der Polizeidirektion Flensburg, die für die Verkehrssicherheit in den Städten Flensburg und Schleswig sowie den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland zuständig ist. Aber dennoch gibt es schon erste Erkenntnisse. Bis Oktober ereigneten sich 31 Unfälle mit Radfahrern, sieben mit der Beteiligung eines Kindes und acht Mal führte Alkohol- oder Drogenkonsum zu einer Karambolage. Zudem haben einige Gefahrenzonen ihren Ruf verbessert: „2012 gab es noch zwei Gefahrenschwerpunkte“, sagt Addix. Doch in diesem Jahr sei auf dem Gottorfknoten und auf der Kreuzung von Langseestraße und Kattenhunder Weg kaum etwas passiert. Auch eine andere unübersichtliche Stelle, an der es immer wieder zu Unfällen kommt, gilt im Moment statistisch als unauffällig – die Einmündung der Brockdorff-Rantzau-Straße in die Gottorfstraße im Friedrichsberg.

Auch die neu bestückte Einmündung der St. Jürgener Straße in die B 201 habe keinen Anlass für eine Unfallkommission gegeben, sagt Addix. „Sobald an einer Straße drei bis vier Unfälle des selben Typs geschehen, benachrichtigen wir die Verkehrsbehörde“, erklärt Sachbearbeiter Manfred Petersen-Schmidt. Mit Addix zusammen besucht er dann die Unfallorte.

So wie zum Beispiel an der Kreuzung von Schubystraße und Berliner Straße. Dort sei es für die Verkehrsteilnehmer schwer, entgegenkommende Autos rechtzeitig zu sehen, sagt Petersen-Schmidt. Eine Kurve gleich nach der Ampel verdeckt die Sicht. Etwas daran ändern könne er aber nicht, sagt Addix. „Manche Gefahrenpunkte sind baulich schon zu sehr ausgereizt“, erklärt der Polizeibeamte. Eine Kurve lasse sich schließlich nur schwer beseitigen.

Das weiß auch Axel Warnke, Sachgebietsleiter für Straßenverkehr im Schleswiger Rathaus. „Auf dem Gottorfknotenwar auch nicht mehr viel möglich“, sagt er. Dennoch habe die Stadt weitere Markierungen auf die Straße malen lassen. Dass die große Kreuzung zwischen dem Schloss und der Oberlandesgericht in diesem Jahr nicht für eine Kommission sorgte, sei zum Teil auch dieser Maßnahme geschuldet. „Im Moment sind mir keine Stellen mehr bekannt, an denen der Schuh drückt. Der Verkehr läuft flüssig durch die Stadt“, sagt der Schleswiger.

Um das zu garantieren, soll in diesem Jahr noch ein neues Verkehrskonzept für die Stadt erstellt werden. „Das Ganze wird von einem externen Anbieter konzipiert“, erklärt Warnke. Schwerpunkt sei dabei die Verkehrslenkung, denn einige Bereiche wie der Gottorfknoten sorgen immer wieder für lange Staus. Unfälle werde es aber immer geben, weiß Addix. „Manchmal hat der Fahrer auch einfach einen Blackout“, erklärt der Polizist.

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erstellt am 08.Jan.2014 | 17:00 Uhr

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