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Schleswiger Nachrichten

17. Dezember 2017 | 03:39 Uhr

Ziel: Mehr Synergien : Schleswigs Sport im Wandel

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Politik bringt einen Sportentwicklungsplan für die Stadt auf den Weg.

von
erstellt am 31.Jul.2017 | 11:00 Uhr

Vielen Vereinen laufen die Mitglieder weg, und mehrere Sportstätten in der Stadt müssen saniert werden – Schleswig steht hinsichtlich seiner Sportlandschaft vor großen Herausforderungen. Um die knappen finanziellen Mittel in Zukunft zielgerichteter einsetzen zu können, will die Politik nun einen kommunalen Sportentwicklungsplan auf den Weg bringen. In der jüngsten Sitzung des Kultur, Sport- und Tourismusausschusses wurde einstimmig beschlossen, zur Erstellung eines entsprechenden Konzeptes 40  000 Euro in den Haushalt einzustellen. „Es geht darum, dass wir nachhaltiger agieren können“, sagt die Ausschussvorsitzende Babette Tewes (Grüne). Wenn alles gut läuft, soll die Bestands- und Bedarfsanalyse 2019 vorliegen. Ein großer Teil der Kosten könnte vom Land und der Aktivregion Schlei-Ostsee übernommen werden.

Mitte Juni hatte im Rathaus in Abstimmung mit dem Kreissportverband (KSV) eine erste Informationsveranstaltung stattgefunden, zu dem die Sportvereine der Stadt eingeladen waren. Vertreter von immerhin rund 25 Klubs waren in den Ständesaal gekommen, auch, um sich von Flensburgs zuständigem Fachbereichsleiter Wolfgang Sappert über die Erfahrungen in der Fördestadt in Kenntnis setzen zu lassen. In Flensburg liegt der Abschlussbericht zu einer Sportentwicklungsplanung seit dem Frühjahr 2016 vor – mit teils interessanten Ergebnissen (siehe Info-Kasten). Die Schleswiger Vereine hätten sich durchweg positiv geäußert, sagt Rathaussprecherin Antje Wendt.

Dass die Betroffenen – auch nicht-organisierte Sportler – von Anfang an mit einbezogen werden und der Prozess so transparent wie möglich verläuft, ist in den Augen von Babette Tewes „sehr, sehr wichtig“. Schließlich gelte es für die Vereine, Animositäten zu überwinden und sich gegebenenfalls von Gewohntem verabschieden zu müssen. Ein ständiger Zankapfel, das zeigen auch die Erfahrungen aus Flensburg, sind die Hallenkapazitäten. Nach wie vor beharrten einige Sparten auf ihren gewohnten Trainingszeiten, obwohl ein anderer Verein mit viel mehr Aktiven die Halle zur selben Zeit vielleicht dringender benötigt, führt Tewes ein klassisches Beispiel an. „Wir sind noch ganz am Anfang. Mir ist klar, dass es ein relativ dickes Brett ist, das gebohrt werden muss“, sagt die Ausschussvorsitzende.

Dass künftig stärker als bisher Synergien bei der Nutzung und Instandsetzung von Sportstätten genutzt werden, ist nachvollziehbar. Gleichwohl ist die nunmehr angestrebte Sportentwicklungsplanung noch sehr abstrakt. „Ich weiß nicht, in welche Richtung das geht“, sagt etwa Bernhard Ipsen, der Vorsitzende von Schleswigs mit Abstand größtem Sportverein, dem TSV. Grundsätzlich könne er sich eine Kooperation mit anderen Vereinen allerdings gut vorstellen. Aktuell sei der TSV jedoch mit der Bellmannhalle als Trainingsstätte grundsätzlich zufrieden, auch wenn man sich den Anbau einer kleinen Halle gut vorstellen könne.

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