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votum : Schleswiger SPD-Mitglieder haben ihre Kreuze gemacht

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

SN-Umfrage unter den Parteigenossen: Die Mehrheit ist für den Koalitionsvertrag mit CDU und CSU.

Die Spannung steigt. Gestern war der letzte Tag, an dem die SPD-Mitglieder in ganz Deutschland ihre Stimmzettel in die Post stecken konnten, um darüber zu entscheiden, ob ihre Partei eine Koalition mit CDU und CSU eingehen soll. Auch das Votum von rund 140 Frauen und Männern aus Schleswig war gefragt. Einige von ihnen haben den SN verraten, wie sie abgestimmt haben.

Die Stichprobe ist zwar nicht repräsentativ, aber sie bestätigt den Trend, der sich zuletzt im ganzen Land abzeichnete: Die Mehrheit hat ihr Kreuzchen bei „Ja“ gemacht. Das gilt auch für die große Gruppe der Mitglieder, über deren Einstellung man in Berlin besonders rätselt: Diejenigen, die zwar regelmäßig ihre Beiträge überweisen, aber nur selten an Parteiveranstaltungen teilnehmen.

Der Ortsvereinsvorsitzende Henrik Vogt schätzt, dass nur etwa jedes zehnte Schlewiger Mitglied auf der „Regionalkonferenz“ in Rendsburg war, wo Ministerpräsident Torsten Albig und der Landesvorsitzende Ralf Stegner für den Koalitionsvertrag warben. Ähnlich war die Quote, als jüngst der Eckernförder Bundestagsabgeordnete Sönke Rix zu einer Diskussionsrunde nach Schleswig kam.

Die Beteiligung an der Abstimmung scheint sehr hoch zu sein. Alle Parteigenossen, die wir befragten, haben ihre Stimme abgegeben. Fast jeder Parteigenosse, den wir fragten, erklärte erst einmal, wie viele Bauchschmerzen er mit den Kompromissen habe, die die Partei in Berlin eingangen ist. So geht es auch der Landtagsabgeordneten Birte Pauls. Sie schätzt, dass am Ende rund 60 Prozent der Sozialdemokraten für die Große Koalition stimmen werden.

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