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Angebliche Anrufe von Microsoft : Schleswiger Seniorenbeirat warnt vor Betrugsmasche

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Bei Hans-Uwe Stern geriet eine Telefon-Betrügerin an den Falschen. Jetzt warnt der Vorsitzende des Schleswiger Seniorenbeirates vor einer gefährlichen Masche.

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erstellt am 10.Aug.2017 | 08:32 Uhr

Hans-Uwe Stern wurde sofort stutzig: Am Telefon des Schleswiger Seniorenbeirats-Vorsitzenden meldete sich gestern Vormittag eine Frau und stellte sich als Mitarbeiterin von Microsoft vor. Auf seinem Computer sei ein Problem festgestellt worden, erklärte die Dame in gebrochenem Deutsch. Stern solle doch bitte den Computer einschalten und eine bestimmte Tastenkombination eingeben. Stern wunderte sich nicht nur über diesen Anruf, sondern auch darüber, dass im Display seines Telefons eine Anrufer-Nummer mit der vertrauten Schleswiger Vorwahl 04621 erschien.

Stern war sich schnell sicher: Da wollte ihn jemand hinters Licht führen. Eine Betrugsmasche, um an Passwörter oder andere vertrauliche Daten auf seinem Computer zu kommen. Er folgte den Anweisungen der mysteriösen Anruferin nicht. Stattdessen alarmierte er die Polizei.

Für die Beamten des für Internet-Kriminalität zuständigen Kommissariats in Flensburg ist diese Betrugsmasche nicht neu. Vor einiger Zeit seien eine 53-jährige Frau aus Flensburg und ein 70-jähriger Mann aus Kropp auf diese Weise um jeweils mehrere hundert Euro betrogen worden, sagt Polizeisprecher Christian Kartheus. In beiden Fällen übernahmen die Täter die Kontrolle über den Computer. Sie fordern sodann die Geschädigten auf, ihre Banking-Software zwecks Überweisung der Rechnung für die Dienste zu starten und manipulieren die Überweisungen unbemerkt. Außerdem wurde beobachtet, dass im Hintergrund andere Programme geöffnet wurden, um an weitere Zugangsdaten für andere Accounts zu gelangen.

Polizei und Seniorenbeirat warnen nun ausdrücklich vor so genannten „Microsoft-Anrufen“. Die Schleswiger Telefonnummer, die Hans-Uwe Stern in seinem Display sah, dürfte die Polizei wohl kaum auf die Spur der Täter führen. „Diese Anzeigen lassen sich heutzutage manipulieren“, sagt Kartheus.

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