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Galerie auf dem Wasser : Schleswiger Schülerkunst

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Vier Schulen präsentieren schwimmende Kunstobjekte: Eröffnung am 24. Mai vor der Uferpromenade.

Wie aus dem Nichts taucht sie bald wieder auf aus den Fluten der Schlei – die Galerie auf dem Wasser. Am 24. Mai werden die schwimmenden Kunstobjekte von Schleswiger Schülern offiziell präsentiert, fest verankert im Schleigrund vor der Uferpromenade (Höhe Stadttheater).

An insgesamt zehn Kunstobjekten arbeiten und feilen Schleswiger Schüler seit Monaten, teilt Holger Sagunski, Kunstlehrer an der Lornsenschule, auf SN-Nachfrage mit. Natürlich wird dabei ihre künstlerische Arbeit stets begleitet sein von der Hoffnung, dass die Werke sich auch für einige Wochen als schwimmtauglich und wasserfest erweisen. „Die handwerkliche Seite ist für die Schüler nicht immer ganz einfach, und auch das Material ist nicht immer billig“, sagt Sagunski. Unter seiner Anleitung haben Abiturienten der Lornsenschule fünf Skulpturen angefertigt, teilweise aus Materialien wie Stahl, Aluminium, Holz und Kunststoff. Auch wenn hier und da Probleme auftreten – Schülern und Lehrern macht es trotz des enormen Zeitaufwandes großen Spaß, wie Sagunski sagt. Vielleicht deshalb, weil nicht jeder allein im dunklen Kämmerlein vor sich hin werkelt, sondern an einem öffentlichen Kunstereignis beteiligt ist, das für einige Monate für Aufmerksamkeit sorgt an Schleswigs Küste.

Vom Konzept des Kunstwerks bis hin zur Sponsorensuche für die Finanzierung – alles mussten die Lornsenschüler im Rahmen eines Seminarkurses selbst bewerkstelligen. Später soll die Gruppenleistung benotet werden und mit ins Zeugnis einfließen, erklärt Sagunski.

Die drei Schleswiger Gemeinschaftsschulen beteiligen sich ebenfalls an der Wassergalerie. Die Bruno-Lorenzen-Schule und die Dannewerkschule mit jeweils zwei Objekten und die Gallbergschule mit einem Werk, das in Richtung Wasser-Tier geht. Dass die fröhlich-bunte Fantasiewelt der Schüler bei Einheimischen wie Touristen stets großen Anklang findet, wird von den Kommunalpolitikern und von den Schleswiger Stadtwerken besonders honoriert, sagt Kunstlehrer Sagunski. Die Stadt hat für das Projekt einen einmaligen Zuschuss über 4 800 Euro gewährt. „Das Geld haben wir unter den vier Schulen aufgeteilt.“ Im vergangenen Herbst hatten alle Mitglieder des Kulturausschusses einstimmig für diese Unterstützung gestimmt. Und auch der Wunsch von Holger Sagunski, der als Kunstlehrer bereits in den vergangenen Jahren Erfahrung mit schwimmenden Schlei-Objekten gesammelt hatte, wird realisiert: So sorgen die Stadtwerke mit Betonplatten am Schleigrund dafür, dass die Kunstwerke fest verankert werden können.

Gerade mit diesem Teil der Arbeit hatte die Schüler-Künstlergruppe stets ihre liebe Not. Bei den Vorbereitungen zur letzten Wassergalerie 2012 nämlich war eine Skulptur aus Plexiglas von einem Speedbootfahrer erst gerammt und dann versenkt worden. Sagunski: „Die Hilfe der Stadtwerke erleichtert uns die Arbeit. Auch, dass die Stadt uns die Räume im FKKZ auf der Freiheit besorgt hat, wo wir ungestört arbeiten können, ist toll.“

Mittlerweile hat sich die einst von professionellen Künstlern ins Leben gerufene Galerie auf dem Wasser zur reinen Schülerkunst weiterentwickelt – und die erfährt eine breite Resonanz in der Bevölkerung. Hinzu kommt: Die Schlei-Galerie bedeutet für Schleswig ein Alleinstellungsmerkmal im Lande.

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erstellt am 11.Mai.2014 | 07:22 Uhr

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