"Loud and Dirty" : Schleswiger "rocken" Hamburg und Heimat

Der sechste Teil unserer Serie über  junge Schleswiger Bands: Tim Meyer, Sebastian Wille und Thore Vauck (von links) sind 'Loud and Dirty'. Foto: Kahl
Der sechste Teil unserer Serie über junge Schleswiger Bands: Tim Meyer, Sebastian Wille und Thore Vauck (von links) sind "Loud and Dirty". Foto: Kahl

"Its your life and what you do with it" - der Titel des ersten Albums von "Loud and Dirty" scheint für viele Dinge im Leben der drei Bandmitglieder Programm zu sein.

shz.de von
26. April 2011, 05:33 Uhr

Schleswig | "Its your life and what you do with it" - der Titel des ersten Albums von "Loud and Dirty" scheint für viele Dinge im Leben der drei Bandmitglieder Sebastian, Tim und Thore Programm zu sein. Sie vermitteln in der Tat den Eindruck, aus den Dingen stets das Beste zu machen. So stört es sie nicht weiter, dass sie im Bandhaus des Kulturnetzes auf der Freiheit nur einen der kleinen Proberäume abbekommen haben. Die zwölf Quadratmeter reichen ihnen, um Schlagzeug, Bass, Gitarre, Mikrofon und weiteres Equipment unterzubringen. Es kümmert sie auch nicht, dass nur Sänger Sebastian die Songtitel kennt und Schlagzeuger Tim sich die Songs mit Melodie-Fetzen a lá "dies mit dadadadamm... " merkt. Denn ihre Leidenschaft für Pop-Punk-Rock kommt schon mit den ersten Takten rüber: Tim fliegen die Haare um die Stirn, und er scheint nie wieder still sitzen zu können. Sebastian singt mit weit aufgerissenem Mund und anschwellender Halsschlagader. Nur Gitarrist Thore bleibt cool.
Cool ließ die Schleswiger auch, dass sie 2007 von ihrem zweiten Album trotz Akustik-Verkaufs-Tour durch norddeutsche Fußgängerzonen nur einen kleinen Teil verkaufen konnten. Die drei erzählen von der Tour lieber eine Anekdote: Mit Gitarren, aber ohne Verstärker bespielten sie die Einkaufsstraßen so gelungen, dass sogar "Omas" ihre CD kauften. Und "die werden sich ganz schön umgeguckt haben, als sie die zu Hause in der Erwartung lieblicher Gitarrenklänge abgespielt haben", erzählt Sebastian.

Denn bei "Loud and Dirty" geht es durchaus lautstark zur Sache. Ein Highlight in der zehnjährigen Band-Geschichte: Die Teilnahme am weltweiten Band-Wettbewerb "Battle of the Bands", bei der sie es bis zum bundesweiten Viertelfinale schafften und im Hamburger Szene-Treffpunkt Knust vor 500 bis 5000 Zuschauern auftraten. Genauer wissen sie das nicht. "Es war auf jeden Fall voll", erinnert sich Thore. Besonders gut in Erinnerung haben sie auch die Auftritte im "Lehmitz", ebenfalls Hamburg. Wie es in dem mit 50 Leuten knallvollen Laden auf der Reeperbahn üblich ist, spielten sie - bis aufs Schlagzeug - auf dem Tresen stehend.
Und auch ein nächstes Bonbon steht für die Lokalmatadoren an: Sie sind eine der Bands, die beim Valhalla-Festival am 10. und 11. Juni auf der Freiheit spielen.
Gut hingucken und besondere Tätowierung entdecken: Tims Körper ziert seit 2004 der Albumtitel "Its your life and what you do with it".
(stk, shz)

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