Spendenaktion : Schleswiger Nachrichten starten wieder mit der „Hilfe im Advent“

Hoffen auf eine erneut erfolgreiche Aktion „Hilfe im Advent“: (v.l.) Jörg Smoydzin („Kinderparadies“), Margret Meinhardt vom Tierschutzverein, Sabine Hinze von der Suppenküche und Enno Körtke (Hospizstiftung).
Hoffen auf eine erneut erfolgreiche Aktion „Hilfe im Advent“: (v.l.) Jörg Smoydzin („Kinderparadies“), Margret Meinhardt vom Tierschutzverein, Sabine Hinze von der Suppenküche und Enno Körtke (Hospizstiftung).

Erneut profitieren vier lokale Einrichtungen von der Aktion.

23-13374878_23-57004624_1386942051.JPG von
27. November 2020, 18:39 Uhr

Schleswig | Die Premiere im vergangenen Jahr hat alle Erwartungen übertroffen. Rund 26.000 Euro kamen bei der Aktion „Hilfe im Advent“ zusammen, die die Schleswiger Nachrichten 2019 ins Leben gerufen hatten. Vier gemeinnützige Institutionen aus der Stadt profitierten damals von den Spendengeldern: das inzwischen unter dem Namen „Petri-Haus“ bekannte Hospiz, das „Kinderparadies“ in St. Jürgen, das „Kinderspielzentrum“ im Friedrichsberg und die Schleswiger Tafel.

Weiterlesen: Schleswig: 26.800 Euro für den guten Zweck

Nun also geht es in die zweite Runde. Denn: „Es hat sich einfach gezeigt, dass sich viele Menschen aus der Region mit dieser Aktion identifizieren können. Gerade weil damit Institutionen unterstützt werden, die hier vor Ort wichtige Arbeit leisten“, sagt Enno Körtke vom Vorstand der Schleswiger Hospizstiftung.

Das Hospiz als Zugpferd

Das „Petri-Haus“, dessen Fertigstellung unmittelbar bevorsteht, war im vergangenen Jahr das Zugpferd für die „Hilfe im Advent“. Auch in diesem Jahr soll es wieder von der Aktion profitieren, ebenso wie das „Kinderparadies“. Neu dabei sind das Tierheim mit dem Schleswiger Tierschutzverein und die Suppenküche in der Wiesenstraße.

Denn auch dort kann man Spendengelder sehr gut gebrauchen. „Zumal wir uns wirklich ausschließlich darüber finanzieren“, sagt Sabine Hinze. Sie ist eine von 26 ehrenamtlichen Helfern der Suppenküche. Diese versorgt seit 13 Jahren jeden Donnerstag bis zu 50 bedürftige Menschen mit einer kostenlosen warmen Mahlzeit, „samt selbst gemachtem Nachtisch“, wie Sabine Hinze betont. Unter den Gästen seien auch regelmäßig Kinder, die das Jugendzentrum besuchen, das direkt unter der Suppenküche beheimatet ist. „Die lernen bei uns ganz nebenbei, wie man in Gemeinschaft isst. Das kennen sie oft von zu Hause nicht.“

„Kinderparadies“ betreut täglich 20 Mädchen und Jungen

Im „Kinderparadies“, das der Kinderschutzbund in der ehemaligen Gallbergschule betreibt, werden täglich bis zu 20 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 15 Jahren betreut, die ebenfalls zum Großteil aus schwierigen Verhältnissen stammen. Auch hier hat das Thema Ernährung einen hohen Stellenwert. „Die Kinder bereiten gemeinsam mit den Erziehern das – möglichst gesunde – Mittagessen zu“, erklärt der Vorsitzende des Kreisverbandes des Kinderschutzbundes, Jörg Smoydzin. Im Mittelpunkt der Arbeit stehe aber die Hilfe bei den Hausaufgaben. Und auch die Betreuung der Eltern spiele inzwischen eine wichtige Rolle.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Spendenbereitschaft?

Das Schleswiger Tierheim, das es bereits seit 46 Jahren gibt, ist ebenfalls auf Spenden angewiesen. „Wir haben einfach sehr hohe laufende Kosten, die nicht durch unsere Einnahmen gedeckt sind“, betont Margret Meinhardt, Vorstandsmitglied des Tierschutzvereins, der das Tierheim betreibt. Ähnliche Sorgen hat man auch im „Petri-Haus“. „Wir können nicht alle unsere Kosten über die Krankenkassen abdecken. Erst recht nicht, wenn es um Extras geht“, sagt Enno Körtke. Bereits im Januar würden die ersten Gäste in das neue Hospiz einziehen.

Im vergangenen Jahr gingen Beträge zwischen zehn und 2500 Euro auf dem gemeinsamen Konto ein. Ob und wie sich die Corona-Krise in diesem Jahr auf die Spendenbereitschaft der Menschen aus der Region auswirkt? Das ist die große Frage, die sich alle Beteiligten stellen. Bis Weihnachten werden die SN die vier Institutionen noch einmal ausführlich vorstellen. Das Spendenkonto ist ab sofort bis Ende des Jahres geöffnet.

So kann man mitmachen:

Empfänger der Spenden sind die in Schleswig bestehenden Einrichtungen Kinderparadies, Suppenküche, Tierheim und Hospizstiftung. Auf einem gemeinsamen Konto werden zunächst alle Spenden gesammelt.  Die Kontonummer lautet: DE 36  2175 0000 0165 8481 36  bei der Nord-Ostsee-Sparkasse; Kontoinhaber: Hospiz- und Palliativ Meier Stiftung.

Mit Abschluss dieser Hilfsaktion werden die Spendengelder zu gleichen Teilen auf die vier Einrichtungen verteilt. Eine Spendenbescheinigung geht Ihnen automatisch bis Ende Januar 2021 zu, wenn Sie  auf der Überweisung Ihren Namen und Ihre Anschrift angeben. Die Spendenbescheinigung wird durch eine der beteiligten Einrichtungen ausgestellt. Für Spenden bis 200 Euro  reicht als Nachweis für die Steuererklärung Ihr Kontoauszug. Sofern Sie Ihren Namen in den Schleswiger Nachrichten als Spender bekannt geben möchten, schreiben Sie bitte ein „JA“ in den Verwendungszweck. Hiermit erklären Sie Ihre Zustimmung zur Veröffentlichung Ihres Namens. Hilfe im Advent

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen