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Schleswiger Nachrichten

22. August 2017 | 00:24 Uhr

Mehr als 25.000 Einwohner : Schleswig wächst

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Neubaugebiet am Berender Redder beschert der Stadt deutlichen Zuwachs - Schleswigs Einwohnerzahl steigt auf 25219.

Schleswig | Der Aufwärtstrend ist messbar – Schleswig wird größer. Meldete Bürgermeister Arthur Christiansen im vergangenen September bereits die magische Einwohnerzahl von 25.000, sind es jetzt genau 25.219 Schleswiger. Das ist der aktuelle Stand aus dem Einwohnermeldeamt im Rathaus, den Stadt-Sprecherin Antje Wendt am Freitag gegenüber den Schleswiger Nachrichten nannte. Damit zeigt sich eine kontinuierliche Entwicklung nach oben, die etwa 2014 eingesetzt hat. In dem Jahr waren es noch 24.560 Einwohner, ein Jahr später dann 24.779. Die magische 25.000 erreicht Schleswig indes nur, weil die Verwaltung auch die Personen mit einberechnet, die in der Stadt mit einem Nebenwohnsitz gemeldet sind. Mit erstem Wohnsitz sind derzeit 24.846 Einwohner in Schleswig gemeldet.

Schleswigs Einwohnerzahl war zwischenzeitlich unter die 25.000er-Marke gerutscht. Dabei zählte die Stadt in der Nachkriegszeit inklusive der Vertriebenen aus den Ostgebieten und Flüchtlingen aus zerbombten Städten 36.000 Einwohner.

Als Hauptursache für den Zuwachs an Schleswigern nennt Antje Wendt die erfolgreiche Besiedelung am Berender Redder. „Die Resonanz auf die Bauplätze dort war und ist enorm – erst Freitagnachmittag wurde wieder ein Grundstück verkauft“, sagt Wendt. Aktuell bedeutet das nach ihren Angaben: Im ersten Bauabschnitt ist von den 145 Baugrundstücken kein einziger Bauplatz mehr zu haben. Im zweiten Bauabschnitt seien von insgesamt 123 Grundstücken 78 verkauft worden. 40 Bauplätze sind nach Wendts Angaben reserviert, teilweise auch von Zweitbewerbern. Nur noch fünf Reihenhausplätze sind verfügbar. Der dritte und letzte Bauabschnitt ist bereits in Planung.

Mit dieser Bilanz sei die Stadt hochzufrieden, betont Wendt. Zumal auch gerade junge Familien mit Kindern an den Berender Redder gezogen seien. Im übrigen nicht nur aus dem Umland, sondern auch aus weiterer Entfernung. Das hat mehrere positive Effekte, die sich neben den höheren Schlüsselzuweisungen vom Land auch direkt auf Bereiche in der Stadt auswirken – zunächst auf Kitas und Schulen. „Die Kindergärten in Schleswig sind derzeit gut ausgebucht, insbesondere in den Bereichen für die über Dreijährigen“, sagt Wendt. Dennoch habe man alle angemeldeten Kinder bisher noch gut unterbringen können. „Stark belegt“ seien allerdings die Nachmittagsgruppen in den Kitas. „Dagegen sieht es in den Kinderkrippen etwas entspannter aus“, sagt Wendt. Ab August wird voraussichtlich eine neue Kindertagesstätte im ehemaligen Kreiswehrersatzamt eröffnet. Diese Kita wird 30 Kinder in zwei Gruppen aufnehmen können. Außerdem gibt es Überlegungen, in der Kita „Villa Sonnenstrahl“ am BBZ ebenfalls 20 weitere Plätze zu schaffen.

Naturgemäß wirkt es sich auch an den Schulen aus, dass in Schleswig derzeit etwa 340 Flüchtlinge untergebracht sind. Insgesamt 109 Kinder erhalten zusätzlichen Sprachunterricht in den DaZ-Zentren (Deutsch als Zweitsprache) an Dannewerk-, St. Jürgen- und Bugenhagenschule. Je nach sprachlichem Leistungstand werden die Teilnehmer dann wieder stufenweise in ihre Schleswiger Regelschulen integriert.

Durch den Zuzug von Ausländern wird im übrigen das statistische Durchschnittsalter der Schleswiger verjüngt – um ein Jahr. Denn die ausländischen Mitbürger sind durchschnittlich 33 Jahre alt, während die Schleswiger es auf 46 Jahre bringen. Macht für die Statistiker einen Durchschnittswert von nunmehr 45 Jahren aus.

 

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erstellt am 22.Feb.2016 | 07:44 Uhr

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