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18,6 Liter Niederschlag : Schleswig versinkt im Regenwasser

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Starkregen hat am Donnerstagabend einige Schleswiger Keller unter Wasser gesetzt. Besonders betroffen waren der Musik-Club Jazil und das städtische Bauamt.

von
erstellt am 09.Aug.2014 | 12:11 Uhr

Wochenlang fiel kaum ein Tropfen vom Himmel, am Donnerstagabend goss es dafür aber wie aus Kübeln. An mehreren Stellen im Stadtgebiet konnten die Gullys die Wassermengen nicht mehr aufnehmen, die Folgen waren überflutete Straßen. 18,6 Liter pro Quadratmeter Niederschlag hat des Schleswiger Wetteramt gemessen. „Das war ein schöner ordentlicher Sommerregen, eigentlich nichts Dramatisches. Aber offenbar waren einige Gullys in letzter Zeit nicht ordentlich gereinigt worden“, erklärte Mitarbeiter Bernd Wagner gestern auf SN-Nachfrage. In diesen Fällen müsse sich das Wasser dann andere Wege suchen. Manchmal drücke es auch durch volle Leitungen einfach nach oben.

Das bekam auch Rainer Breitenfeld zu spüren. Der Geschäftsführer des Musik-Clubs Jazil konnte gestern Mittag noch immer nicht fassen, was am Vorabend passiert war. Zehn Zentimeter hoch stand das Wasser in dem Lokal, das leicht abschüssig nördlich des Kälberteichs liegt. Mit neun Männern hätten sie mehrere Stunden lang mit Eimern und Abziehern gegen die Massen angekämpft. „Ich weiß gar nicht genau, wo das alles herkam“, sagte Breitenfeld, während er noch immer dabei war, sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen. „Der Teppich ist hin, die Musikanlage und die Holzmöbel haben auch viel abbekommen“, erklärte der Gastronom, der erst einmal alle für August geplanten Events im Jazil abgesagt hat. „Wir hoffen, dass es ab Anfang September weitergeht.“

Auch die Stadt selber ist Opfer des Starkregens geworden. Betroffen war das Bauamt am Gallberg. Laut Rathaussprecherin Antje Wendt hat insbesondere die EDV-Anlage einen Wasserschaden erlitten. Die Schleswiger Bürger müssten deshalb damit rechnen, dass es derzeit bei der Bearbeitung ihrer Anliegen zu Verzögerungen kommt. Zumindest aber die Erreichbarkeit des Bauamtes über Telefon und Mailverkehr konnte gesichert werden.

Insgesamt war das Gebiet rund um den Kornmarkt offenbar am stärksten betroffen. Hier liefen einige Geschäfte und Keller voll Wasser. Dementsprechend musste die Feuerwehr dort gleich zu mehreren Einsätzen ausrücken (wir berichteten).

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