Lollfuss : Schleswig: Schluss mit dem Theater

Angeknabbert: Von hinten arbeitet sich der Abrissbagger bis zur Fassade am Lollfuß vor.
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Angeknabbert: Von hinten arbeitet sich der Abrissbagger bis zur Fassade am Lollfuß vor.

Heute verschwindet der Rest der historischen Fassade am Lollfuß. Nach Ostern wird die Straße für einen Tag gesperrt.

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27. März 2015, 07:46 Uhr

Schleswig | Erst verschwand der Bühnenturm, dann der große Saal, dann die Seitenflügel. Nur die Fassade des Stadttheaters blieb während der viermonatigen Abbrucharbeiten unberührt. Seit gestern nun machen sich die Bagger auch an ihr zu schaffen. Der kümmerliche Rest, der von der Fassade noch übrig ist, wird voraussichtlich heute Vormittag abgerissen. Damit sind die Arbeiten zuletzt schneller vorangeschritten als geplant. Noch vor drei Wochen hatte man im Bauamt damit gerechnet, dass die Fassade noch bis Mitte oder Ende April stehen bleiben würde.

Dass sich der Abriss über mehrere Monate hinzieht, während gleichzeitig das auch nicht gerade kleine Hotel Stadt Hamburg innerhalb von wenigen Tagen verschwand, begründete die Stadt unter anderem mit der sorgfältigen Sortierung der Schadstoffe aus dem Baukörper. Das erledigten vier Arbeiter in mühseliger Handarbeit. Unterm Strich sollte dies der Stadt Kosten sparen, weil für vorsortierten Bauschutt weniger Entsorgungsgebühren anfallen. Dennoch sind für den Theater-Abriss rund 900.000 Euro eingeplant. Ob und wann Schleswig ein neues Theater bekommt, ist nach wie vor offen.

Im Zuge der weiteren Abbrucharbeiten wird der Lollfuß am Dienstag nach Ostern, 7. April, vor dem Theatergrundstück den ganzen Tag über gesperrt. Der Verkehr wird über die Gutenbergstraße und Theaterstraße umgeleitet.

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