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Opfer aus Syrien : Schleswig: Mutmaßliche Täter nach Anschlag auf Flüchtlingswohnung gefasst

vom

Die Täter schütteten eine brennbare Flüssigkeit auf das Wohnzimmerfenster auf und zündeten sie an. Niemand wurde verletzt. Zeugen brachten die Polizei auf die richtige Spur.

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2016 | 16:32 Uhr

Schleswig | Die Polizei hat nach einem Brandanschlag auf eine Flüchtlingswohnung in Schleswig im März mehrere mutmaßliche Täter festgenommen. Zwei 19 und 24 Jahre alten Männer hätten den Anschlag Anfang März gestanden, einer habe angegeben, aus Hass auf Ausländer gehandelt zu haben. Dies teilt die Polizei am Freitag mit.

Spezialkräfte hatten demnach am Dienstag die Wohnungen der beiden in sowie nahe Schleswig gestürmt. Die Ermittlungen hätten dann zu einem weiteren Verdächtigen im Alter von 18 Jahren geführt. Für was er genau verantwortlich sein soll, ist noch unklar.

Die Polizei war durch Zeugenangaben auf die Männer aufmerksam geworden. Da keiner der dreien einschlägig vorbestraft ist, kamen sie nach der Vernehmung zunächst wieder frei.

Bei dem Anschlag auf das Mehrfamilienhaus, in dem eine syrische Flüchtlingsfamilie lebt, war eine brennbare Flüssigkeit auf ein Wohnzimmerfenster im Erdgeschoss geschüttet und angezündet worden. Die Familie konnte die Flammen mit einer Decke selbst löschen.

Polizei und Staatsanwaltschaft freuten sich über den Ermittlungserfolg. „Ich bin sehr froh, dass dieser feige Anschlag aus niederen Motiven aufgeklärt werden konnte“, erklärte Kriminaldirektor Mathias Engelmann, Leiter der Bezirkskriminalinspektion Flensburg.

Den jungen Menschen, die den entscheidenden Tipp gegeben hatten, zollte er Respekt.

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