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Schleswiger Nachrichten

23. Oktober 2017 | 01:12 Uhr

Vereinsgründung : Schleswig lebenswerter machen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Verein „Bürger machen mit“ hat sich die Verschönerung der Stadt auf die Fahne geschrieben.

shz.de von
erstellt am 02.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Pünktlich zum Jahreswechsel ist der gemeinnützige Verein „Bürger machen mit“ in Schleswig aus der Taufe gehoben worden. „Wir wollen uns sowohl für sozialen Belange in Schleswig als auch die Verschönerung der Stadt einsetzen“, erklärte Jens Petersen, eines der neun Gründungsmitglieder. Kurz zuvor hatten die vier Frauen und fünf Männer in lockerer Atmosphäre die Satzung verabschiedet und den Vorstand gewählt. In ihrem Amt als erste Vorsitzende wünschte sich Bärbel Kahlund: „Wir sind eine tolle Truppe – und das soll auch so bleiben.“

Besagte Truppe, die sich künftig jeden letzten Donnerstag im Monat im „Gottorfer Hof“ trifft, hat sich auf die Fahne geschrieben, „Schleswig lebenswerter zu machen“. Dafür hätten sie bislang zwar kein großes Konzept entwickelt. „Aber wir wollen kleine Schritte gehen, die sich andere nicht mal vornehmen. Denn auch so erreicht man sein Ziel“, betonte Jens Petersen. Einer dieser Schritte sei die „Bücherzelle“ (wir berichteten), für die die Gruppe bereits Anfang Dezember im Schleicenter geworben und um Spenden gebeten hatten. „Die Bürger sollen bei diesem Projekt mitentscheiden, daher gehen wir – wie mit all unseren Ideen – in die Ladenstraße“, betonte Kahlund. Der Verein wolle etwas anpacken, deshalb solle nicht nur der Kornmarkt eine „Bücherzelle“ erhalten, „sondern wir werden für einen zweiten Standort für eine Bücher-Tauschbörse im Friedrichsberg sammeln“, fügte der stellvertretende Vorsitzende Ingo Harder an.

Beim Gründungstreffen wurde deutlich, dass die Mitglieder bereits eine ganze Reihe an Ideen und Visionen für die Schleistadt entwickelt haben. „So wäre ein Wasserlauf im Stadtweg denkbar, denn gerade für Kinder ist Wasser faszinierend. Zudem würde diese Attraktion die Ladenstraße aufwerten“, meinte Annette Hiby. Platz habe man beispielsweise am Gallberg, im Lornsenpark oder vor der Nospa „mehr als genug“. Auch bepflanzte ausrangierte Boote oder ein hölzerner Wikinger am Busdorfer Kreisel seien denkbar. „Wir sind eine Wikingerstadt, aber müssen als solche auch erkannt werden“, betonte Harder.

Auch für eine Aufwertung des Lollfußes und der Erikstraße möchte sich der neue Verein einsetzen. „Wir befürchten den Theaterverlust und hoffen doch inständig, dass das alte Gebäude oder zumindest die Fassade erhalten bleibt“, sagte Bärbel Kahlund. Insgesamt sei Gebäudeerhalt eines der Vereins-Ziele. Unter anderem bedauere man den Abriss des Edeka-Marktes in der Erikstraße, der leider Tatsachen geschaffen habe. „Eine Nachnutzung als interkultureller Treffpunkt wäre wünschenswert gewesen.“

Abschließend fasste Bärbel Kahlund zusammen: „Wir wollen viele Dinge angehen, aber einen Schritt nach dem anderen machen.“ Dafür seien Mitstreiter aus Schleswig und dem Umland jederzeit herzlich willkommen.


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