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Schleswiger Nachrichten

19. Oktober 2017 | 23:55 Uhr

Steckrübentage : Schleswig im Zeichen der Rübe

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am Donnerstag beginnen auf dem Schleswiger Capitolplatz die 26. Steckrübentage. Anschließend ist Oktoberfest mit verkaufsoffenem Sonntag.

von
erstellt am 23.Sep.2015 | 11:45 Uhr

Herbert Schlegel, der Küchenchef im Hotel Hohenzollern, legt in dieser Woche wieder Sonderschichten ein. In den kommenden Nächten verarbeitet er rund zwei Tonnen Steckrüben und Kartoffeln, denn morgen beginnen die 26. Nordischen Steckrübentage. Mindestens 1200 Portionen Rübenmus – die meisten davon natürlich mit Kassler und Kochwurst – werden bis Sonnabend über die Theke des Verkaufswagens auf dem Capitolplatz gehen.

Die Organisation der Veranstaltung liegt nach wie vor in den Händen von Jens Larssen, dem früheren Wirt des Fahrdorfer Fährhauses und langjährigen Kreisvorsitzenden des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga. Er rief die Rübentage 1989 gemeinsam mit Klaus Peter Butzbach vom „Stadt Flensburg“ ins Leben. Vielen galt Rübenmus damals noch als „Arme-Leute-Essen“, was es in der Nachkriegszeit tatsächlich war. Inzwischen nehmen viele Dehoga-Mitglieder im Kreisgebiet die Steckrübe im Herbst in unterschiedlichsten Variationen auf ihre Speisekarten. Dabei gibt es heutzutage kaum noch Steckrüben aus der Region. Herbert Schlegel vom „Hohenzollern“ bezieht das Gemüse aus dem Oldenburger Land, wo es noch immer von vielen Bauern angebaut wird.

Verkaufswagen und Zelt auf dem Capitolplatz sind täglich ab 10 Uhr geöffnet – am Donnerstag und Freitag bis 18 Uhr, am Sonnabend bis 16 Uhr. Wer möchte, kann seine Portion auch mit nach Hause nehmen. Am Freitagnachmittag wartet eine zusätzliche Attraktion auf die Besucher: Von 15 bis 18 Uhr tritt die Gruppe Godewind mit ihren plattdeutschen Liedern auf.

Wie schon in den vergangenen Jahren arbeitet der Dehoga mit der Interessengemeinschaft Ladenstraße (IGL) zusammen. Direkt nach den Steckrübentagen geht es auf dem Capitolplatz weiter mit einem bayerischen Oktoberfest am verkaufsoffenen Sonntag am 27. September. Von 13 bis 16 Uhr sorgen dann „De Lederbüxxen“ musikalisch für die passende Stimmung, und statt Rübenmus gibt es Schweinshaxe vom offenen Grill. „Das machen wir jetzt zum dritten Mal, und in den letzten beiden Jahren war ich erstaunt, wie gut das angenommen wurde“, sagt Uwe Lüth, der Wirt aus dem„Hohenzollern“. Er rechnet damit, wieder rund 200 ganze Haxen unters Volk bringen zu können. Die Geschäfte sind zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet. Es ist der zweite verkaufsoffene Sonntag in diesem Jahr. Zwei weitere folgen am 25. Oktober (Grünkohltage und Jazzherbst) und am 8. November (Kohltage und Laternelaufen), wiederum in Zusammenarbeit mit dem Dehoga. Kohlgerichte werden dann jeweils von Freitag bis Sonntag serviert.

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