Vor dem USA-Spiel : Schleswig im WM-Fieber

M. Mager
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Die SN-Praktikanten Roman Gillner (16) und Christian Schneider (15) fragten in der Fußgängerzone nach. Ihr Ergebnis: Die Fußball-Weltmeisterschaft ist auch an der Schlei längst in aller Munde.

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26. Juni 2014, 07:48 Uhr

Heute ist es endlich wieder soweit: Die WM-Party geht weiter. Um 18 Uhr spielt die deutsche Nationalmannschaft im finalen Gruppenspiel gegen die vom ehemaligen deutschen Teamchef Jürgen Klinsmann trainierte Elf aus den Vereinigten Staaten. Wir haben aus diesem Anlass eine Umfrage in der Innenstadt gestartet. Ergebnis: Schleswig ist begeistert von der WM in Brasilien.

„Ich interessiere mich sehr für die WM, da ich selbst Fußball spiele“ , sagt Ronny Haardt (51). Obwohl er das Public Viewing an den Königswiesen gut findet, schaut er die Spiele lieber zu Hause vor dem Fernseher. „Ich glaube, dass Deutschland Weltmeister wird“, meint der Schleswiger und ergänzt: „Mein Traumfinale ist Deutschland gegen Holland.“

Derselben Meinung ist auch Mahmud Ibrahim (23). „Nachdem Spanien, England und Italien ausgeschieden sind, wäre es gegen Holland sicher am Spannendsten“, erklärt der Schleswiger. Er hat früher selbst gespielt und ist auch deshalb sehr fußballbegeistert. „Mittlerweile steht aber die Arbeit im Vordergrund“, meint er. „Von dort schaue ich mir aber auch alle Spiele an.“ Früher war er jedoch auch gerne beim einen oder anderen Public Viewing dabei – auch in Schleswig.

Sowohl dort als auch auf der Arbeit sieht sich Aileen Bischof die WM an. „Besonders die 18 Uhr-Spiele verfolge ich von der Firma aus, aber auch das Public Viewing gefällt mir sehr“, sagt die 23-jährige Schleswigerin. Am besten gefällt ihr der große Zusammenhalt unter Zuschauern, der bei einer solchen Veranstaltung besonders zur Geltung kommt. Die junge Frau, die gestern im Trikot durch den Stadtweg bummelte, ist fest davon überzeugt, dass Deutschland das Finale erreicht. Als Gegner wünscht sie sich dort Brasilien. Warum? „Brasilien ist der Gastgeber der Weltmeisterschaft, die haben den Heimvorteil.“

Die gleiche Meinung vertritt Stefanie Klüver (47). Obwohl sie sonst kein großes Interesse am Fußball zeigt, unterstützt sie die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft mit viel Enthusiasmus. Andere Spiele schaut sie sich aber eher nicht an. „Im Halbfinale ist Schluss für uns“, glaubt die Trappenkamperin, die sich die Spiele zu Hause vor dem Fernseher anschaut. Am liebsten auch das Finale. „Auch wenn ich es nicht erwarte: Ich bin dafür, dass dann Deutschland und Brasilien gegeneinander antreten“, sagt die 47-Jährige.

Ähnlich sieht das auch Wolfgang Wulff (78) aus Schleswig. Allerdings sagt er: „Man muss realistisch bleiben.“ Wulff, der sich schon seit vielen Jahren für den Fußball begeistern kann, schaut die Spiele auch am liebsten zu Hause vor dem Fernseher. „Ich lege gerne die Füße hoch.“ Er ist sich sicher, dass die deutsche Nationalmannschaft es bis ins Halbfinale schaffen wird. Und falls es doch für das Finale reichen sollte, wäre Brasilien sein Wunschgegner.

Etwas schwieriger entscheiden kann sich da Marina Mager aus Schleswig: „Ich bin mir zwar sicher, dass wir es bis ins Finale schaffen, aber wer unser Gegner sein könnte, kann ich nicht sagen.“ Ein riesiger Fußballfan ist die 28-Jährige nicht, die WM-Spiele allerdings verfolgt sie gerne mit Freunden zu Hause vor dem Fernseher. „Die Weltmeisterschaft ist einfach etwas Besonderes, die muss sogar ich sehen“, meint die Schleswigerin.

Auch Herrmann Thomsen (78) ist vom Geschehen in Brasilien völlig begeistert. Der Schleswiger, der früher selbst Fußball spielte, schaut sich die Spiele ebenfalls zu Hause vor dem Fernseher an. Das Achtel- und Viertelfinale bezeichnet er als „absolut möglich“ für die deutsche Mannschaft, danach würde es aber schwer werden. Sollte es trotzdem bis ins Finale gehen, würde sich Thomsen Brasilien als Gegner erhoffen.

Das Ergebnis ist also eindeutig. Das WM-Fieber hat auch Schleswig längst gepackt. Ob jung oder alt, Mann oder Frau – zumindest die Spiele der deutschen Nationalmannschaft schaut sich offenbar jeder an. Alle wünschen Jogis Jungs Erfolg und Glück für das Spiel heute Abend – und jedes, das danach noch kommen wird.

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