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Schloss Gottorf und St.-Petri-Dom : Schleswig im Weihnachtsrausch

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Neben der Eröffnung des traditionellen Schwahlmarktes feierte auf der Schlossinsel die erste Weihnachtsmesse erfolgreich Premiere.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 07:45 Uhr

Zwischen Schlossinsel und Altstadt herrschte das ganze Wochenende über vorweihnachtliche Betriebsamkeit. Während der Bischofsvertreter Gothart Magaard am Sonnabend im Dom den 32. Schwahlmarkt eröffnete, lockten erstmals die „Weihnachtsträume“ mit 80 Ausstellern aus Deutschland und Dänemark auf die Schlossinsel.

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ intonierte der Posaunenchor Havetoft, ehe Magaard um 12.20 Uhr verkündete: „So sei nun der Schwahlmarkt eröffnet“. Neun Tage lang werden 27 Aussteller ihr Angebot präsentieren, das „ein gehobenes Niveau hat“, wie Dom-Pastor Joachim Thieme-Hachmann betonte. Die Mehrzahl von ihnen würde seit Jahren kommen – „und es hat sich eine starke Gemeinschaft gebildet“. Dazu gehört auch Reinhard Huxhold, der seine farbenfrohen Kerzen stets in einem frischen Design ausstellt und gerade bei Kindern zum Feilschen bereit ist. Wiederholungstäter ist auch Hermann Ritterswürden, der seine zerbrechliche Glaskunst jeden Dezember aus dem bayerischen Zwiesel nach Schleswig fährt. Und es kann sein, dass ihn während der Fahrt sogar die Muse küsst: „Für meine Objektkunst aus Glas werde ich auch durch banale Dinge inspiriert, etwa beim Hören der Nachrichten im Auto.“ Trotz der mitunter weiten Wege und kalten Temperaturen ist es, wie er betont, „die besondere Atmosphäre im Dom“, die jedes Jahr bekannte Gesichter mit ihrem Kunsthandwerk in den Schwahl locke.

Die Atmosphäre war dagegen einer der wenigen Punkte, die auf der Schlossinsel für Kritik sorgten. „Der Markt heißt ja ,Weihnachtsträume’ – und da hätte ich mir gewünscht, dass das Thema in den Zelten optisch mehr aufgenommen worden wäre“, meinte Rélana Dombetzki aus Busdorf, die viele liebevoll gestaltete Dekorationsartikel aus ihrer Manufaktur ausstellte. Davon abgesehen wolle sie „aber nicht meckern“ und freute sich über viele nette Besucher: „Ich bin glücklich, dass hier am Schloss etwas passiert.“ Auch Malerin Merele Skøt aus Dänemark hätte gerne weihnachtliche Dekoration in den vier Zelten gesehen, die für die Aussteller vorgesehen waren. Zudem stellte sie fest, „dass der Kunstgeschmack von Deutschen und Dänen unterschiedlich ist“. Super zufrieden zeigte sich dagegen die Schubyer „Dip-Fee“ Sonja Forster, deren Pestos, Saucen und Dips bei Probierfreudigen heiß begehrt waren. „Die Organisation ist super und ich bin gerne hier“, so ihr Fazit, ehe sie weiter Winterapfelpunsch ausschenkte.

Die Weihnachtsmesse, bei der statt Glühwein und Bratwurst die Kunst in vielfältigen Formen und Farben im Zentrum stand, lockte rund 3500 Besucher auf die Schlossinsel. „Dabei mussten wir den Beginn wegen des Sturms von Freitag auf Sonnabend verschieben“, so Kisna Sheikh, Projektleiterin bei dem Veranstalter „CHPevent“ aus Apenrade. Sie zog, ebenso wie Landesmuseums-Sprecher Frank Zarp, ein positives Fazit und plant schon für das nächste Jahr – erneut am zweiten Adventswochenende. Das wiederum wird auch Güde Richelsen freuen. „Das ist ein schöner Weihnachtsmarkt mit tollem Kunsthandwerk“, meinte die Besucherin stellvertretend für viele andere.

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