zur Navigation springen

Brandserie : Schleswig: Haftbefehl gegen 36-Jährigen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Privater Stress und Frust waren offenbar die Motive für einen mutmaßlichen Brandstifter, mehrere Feuer in Schleswig zu legen. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen. In einem Fall lautet der Vorwurf versuchter Mord.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2014 | 15:06 Uhr

Schleswig | Nach der Brandserie in Schleswig hat der zuständige Haftrichter in Flensburg Haftbefehl gegen den 36 Jahre alten Tatverdächtigen erlassen. Die Entscheidung sei am Donnerstag gefallen, sagte der Flensburger Oberstaatsanwalt Otto Gosch am Freitag. Der 36-Jährige hatte die Taten gegenüber der Polizei gestanden. Am Mittwoch hatte es an sieben verschiedenen Orten in der Schleswiger Innenstadt gebrannt. Mehrere Menschen wurden verletzt. Offenbar handelte der 36-Jährige aus Frust und Resignation. Die Brandorte hat er nach Angaben der Staatsanwaltschaft willkürlich ausgesucht.

Zunächst brannte es in einem Haus in der Plessenstraße, dann im Stadtweg, in der Michaelisstraße, in der Bellmannstraße, in der Faulstraße am Polierteich und in der Langen Straße. Anschließend bestand Hoffnung, dass die Serie zu einem Ende gekommen ist. Doch dann kam es gegen 22 Uhr erneut zu einem Feuer. Diesmal in der Straße Am Brautsee. Am späten Abend war von Seiten der Polizei von einem achten Brand in der Husumer Straße die Rede – hierbei handelt es sich jedoch um einen Fehlalarm.

Der mutmaßliche Brandstifter konnte noch am Mittwochabend gefasst werden. Der Tatverdächtige ist der Polizei bereits bekannt.

Als mögliches Motiv habe sich bei der Befragung des Mannes „Stress im persönlichen Bereich“ ergeben, der zu Frust und Resignation geführt habe, sagte die Flensburger Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt. „Die Brandorte hatten damit aber überhaupt nichts zu tun.“

Im ihrem Haftbefehls-Antrag geht die Staatsanwaltschaft von besonders schwerer Brandstiftung und in einem Fall von versuchtem Mord aus. Der Tatverdächtige habe gesehen, dass sich in einem der Häuser Menschen befanden, und dennoch den Brand gelegt, sagte Stahlmann-Liebelt.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert