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Interkulturelle Wochen : Schleswig feiert seine Vielfalt

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Kreisweite Aktionswochen vom 10. September bis zum 23. Oktober mit insgesamt 24 Veranstaltungen

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2014 | 19:23 Uhr

William Shakespeare, Döner Kebab und Bollywood sind den meisten Schleswigern ein Begriff. Doch welche Literatur wird im Iran gelesen, welche Musik hören unsere kurdischen Mitbürger und wie verschlug es einen syrischen Kameramann nach Schleswig-Holstein? Wer diesen Themen nachspüren und nach Antworten suchen möchte, hat bei den Interkulturellen Wochen vom 10. September bis 23. Oktober die Gelegenheit dazu.

Die Schirmherrschaft hat Schleswigs Bürgermeister Arthur Christiansen übernommen, der sich während seines Studiums mit interkultureller Erziehung auseinander gesetzt hat. Bei der Vorstellung der einzelnen Veranstaltungen gestern im Ständesaal sagte er, dass jede Gesellschaft heterogen sei und er sich freut, „dass Schleswig seine Vielseitigkeit zeigt“. Das sei nun schon seit zwölf Jahren der Fall, betonte Sylke Willig vom Vorbereitungsteam des Kreises Schleswig-Flensburg. Während man sich früher auf eine Woche beschränkt hat, ziehen sich die Interkulturellen Wochen nun über sechs Wochen.

Unter dem Motto „Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern“ ist es den 25 Einrichtungen und Privatpersonen im Kreis gelungen, ein vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen. Neben Kappeln und neuerdings auch Harrislee liegt der regionale Schwerpunkt in Schleswig: In der Schleistadt finden 19 der 24 Veranstaltungen statt.

Los geht es am Mittwoch, 10. September, von 10 bis 13 Uhr mit einem internationalen Frauenfrühstück in der Bahnhofstraße 23 in Schleswig. Bereits einen Tag später wird um 18 Uhr im Schleswiger Jugendzentrum ein Informationsabend zu „Switch – in 4 Tagen um die Welt“ angeboten. Diese „Weltreise“, bei der sich vier Kinder unterschiedlicher Kulturen gegenseitig in ihren Familien besuchen, findet am Montag, 20. Oktober, zwischen 10 und 16 Uhr statt. „Familien sind Botschafter ihrer Heimatkultur, die das gegenseitige Kennenlernen in einem überschaubaren Rahmen ermöglichen“, erklärte Maike Hohmann vom Jugendmigrationsdienst des Kreises. Bei Bedarf wird teilnehmenden Familien ein Fahrdienst und finanzielle Unterstützung angeboten – damit für alle traditionell gekocht werden kann.

Sowohl das Stadtteilfest im Ilensee-Forum am Sonnabend, 20. September, von 11 bis 16 Uhr als auch das „Treffen der Kulturen“ in der Sporthalle der Bugenhagenschule am Freitag, 26. September, ab 19 Uhr feiern kulturelle Unterschiede. „Bei uns kommt die bunte Welt der interkulturellen Vielfalt auf den Teller“, meinte Maren Korban von der Arbeiterwohlfahrt, die das Begegnungsfest im Friedrichsberg mit organisiert.

Vor dem Begegnungsfest findet um 16.30 Uhr bereits ein Benefiz-Fußballspiel auf dem Platz des TSV Friedrichsberg statt. Das Jugendzentrum stellt dafür eine Multikulti-Mannschaft zusammen: „Sieben Kulturen haben wir zusammen bekommen“, so der stellvertretende Leiter Torben Hansen. Als „würdiger Gegner“ wurde ein Team der Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) gefunden, so Fritz Lass von Amnesty International. Auch darüber hinaus fördert die Nospa die Veranstaltungsreihe durch finanzielle und materielle Beiträge, darunter die Fußballtrikots. Die Einnahmen und weitere Spenden aus der Wirtschaft sind für den Deutschunterricht für Asylbewerber vorgesehen. „Wir hoffen auf einen ordentlichen Betrag“, sagte Fritz Lass gestern. Informationen zu den weiteren Veranstaltungen finden sich im Internet unter www.ikw-schleswig.de.

 

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