Am Capitolplatz : Schleswig bekommt eine Zahnklinik

Präsentierten ihre Pläne: (Von links) Regina und Dr. Kai Trenktrog, Bernhard M. Frank und Dr. Martin Frank mit Nospa-Vorstand Enno Körtke vor dem markanten Gebäude an der Ecke Stadtweg/Capitolplatz.
Präsentierten ihre Pläne: (Von links) Regina und Dr. Kai Trenktrog, Bernhard M. Frank und Dr. Martin Frank mit Nospa-Vorstand Enno Körtke vor dem markanten Gebäude an der Ecke Stadtweg/Capitolplatz.

Eine Zahnärztegemeinschaft kauft das Verwaltungsgebäude der Nospa.

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17. Juli 2018, 12:28 Uhr

Schon seit einigen Jahren waren Bernhard M. Frank und seine Kollegen vom „Zahnmedizin im Zentrum“ auf der Suche nach einer neuen Bleibe. „An unserem jetzigen Standort in der alten Post stoßen wir an unsere Grenzen“, sagt der Schleswiger Zahnarzt. Denn die Praxisgemeinschaft hat Großes vor, will sämtliche zahnmedizinischen Versorgungsleistungen unter einem Dach anbieten. Inzwischen ist man fündig geworden und hat das Verwaltungsgebäude der Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) an der Ecke Stadtweg/Capitolplatz gekauft. Schlüsselübergabe war am 30. Juni. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Nospa hatte das Gebäude ursprünglich für 4,5 Millionen Euro angeboten.

Gestern nun stellten Bernhard M. Frank, sein Bruder Dr. Martin Frank und Dr. Kai Trenktrog sowie dessen Frau Regina den SN ihre Pläne vor. Auf einer Fläche von 2300 Quadratmetern soll eine Zahnklinik entstehen. Von der Zahnheilkunde über zahnärztliche Chirurgie, Implantologie, Oralchirurgie und Prophylaxe bis hin zur Kieferorthopädie wollen die Zahnmediziner ihren Patienten ein Rundum-Paket anbieten. Das oberste Geschoss unter dem markanten Tonnendach soll für Fortbildungen genutzt werden. In dieser Form, sagt Kai Trenktrog, sei das zumindest im Norden Schleswig-Holsteins einzigartig.

Die Umbauarbeiten sollen in der nächsten Woche beginnen. Die Räumlichkeiten passten aber von der Aufteilung grundsätzlich gut ins Konzept, sagt Bernhard M. Frank. „In etwa einem Jahr wollen wir einziehen.“

Schon länger ist das „Zahnmedizin im Zentrum“ auf Expansionskurs, betreibt aktuell Niederlassungen in Schleswig, Böklund, Süderbrarup und Handewitt. Weitere Praxen auf dem Land sollen hinzukommen, die dann künftig von der neuen Zentrale aus mitverwaltet werden sollen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 15 Zahnmediziner sowie 75 Angestellte. Diese Form der Gemeinschaftspraxis sei ein guter Weg, um jungen Kollegen die Arbeit in der ländlichen Region schmackhaft zu machen, ist Bernhard M. Frank überzeugt. Kleine Praxen scheuten zunehmend den steigenden Bürokratieaufwand. „Das Konstrukt mit angestellten Ärzten ist der Trend“, sagt Frank.

Für Nospa-Vorstand Enno Körtke sind die Pläne der Zahnärzte „eine tolle Lösung für Schleswig“. Es habe mehrere Interessenten für die Immobilie gegeben, zu der auch der zum Lornsenpark hin ausgerichtete Anbau zählt. In diesem Gebäude ist ein Teil der Kreisverwaltung untergebracht und soll dort auch in Zukunft als Mieter verbleiben. Wie Körtke erklärt, hat sich die Nospa im Zuge ihrer „Flächenoptimierung“ vom Verwaltungsgebäude getrennt. Zirka 60 Mitarbeiter sind umgezogen in das gegenüberliegende Hauptgebäude der Sparkasse.

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