Lindaunis : Schleibrücke wegen Hitze defekt - Boote sitzen fest

Die Schleibrücke von Lindaunis
Die Schleibrücke von Lindaunis

Panne an der Brücke Lindaunis: Wegen der Hitze ist ein Teil verkantet – Boote können auf der Schlei an der Stelle bei Boren zurzeit nicht weiterfahren.

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29. Juli 2014, 17:14 Uhr

Boren | Weil die Klappbrücke Lindaunis über die Schlei wegen Hitze seit Montagnachmittag nicht zu öffnen ist, sitzen Dutzende Sportboote im Raum Schleswig fest. Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen hat sich ein Brückenteil ausgedehnt und verkantet. Eine Sprecherin  der Deutschen Bahn teilte mit, dass der Fehler an der Brücke inzwischen gefunden wurde: ein durch die Hitze verbogenes Gestänge. Der schadhafte Teil soll in der Nacht ausgebaut und morgen im Laufe des Tages ersetzt werden. Wenn alles nach Plan läuft, könnte die Brücke am Mittwochabend wieder funktionieren, so die Bahn-Sprecherin.

Techniker einer Spezialfirma sollen nun eine Lösung finden. Sollte ein Anheben der Brücke möglich sein, so wisse man aber noch nicht, ob sie auch wieder einraste. „Das ist einmalig“, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. „Das hat es noch nie gegeben.“ Problematisch sei vor allem, dass der Brückendefekt die Menschen unvorbereitet mitten in der Hauptsaison treffe. „Das ist natürlich fatal, was da passiert.“ Dem Sprecher zufolge gab es viele Anrufe Betroffener bei der Wasserschutzpolizeistation in Kappeln.

Den Wiking Yachthafen in Schleswig hätten viele Boote bereits wieder verlassen. „Die ankern schon vor Lindaunis“, sagte Hafenmeister Klaus Sager. „Hier sind noch sechs Stück, die rauswollen.“ Noch würden die Urlauber die Zwangspause gelassen nehmen. „Ein bisschen was“ müsse er sich aber schon anhören, sagte Sager. Neue Gäste kommen durch die Sperrung auch nicht mehr hinzu: „Im Hafen bewegt sich gar nichts.“ Die Brücke im Ort Boren verbindet Angeln mit der Halbinsel Schwansen.

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