Schleibrücke Lindaunis : Schlei-Querung: 2023 soll die neue Brücke stehen

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Störanfälliges Bauwerk: Im Stundentakt passieren Züge die fast 100 Jahre alte Klappbrücke Lindaunis – wenn sie nicht gerade mal wieder gesperrt ist.
Störanfälliges Bauwerk: Im Stundentakt passieren Züge die fast 100 Jahre alte Klappbrücke Lindaunis – wenn sie nicht gerade mal wieder gesperrt ist.

Der Zeitplan für den Neubau der Schlei-Querung Lindaunis steht: Noch in diesem Jahr beginnen die ersten Arbeiten.

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24. April 2019, 17:07 Uhr

Boren | Es nervt Autofahrer, Zugreisende und Segler gleichermaßen – und das schon seit Jahren. Immer wieder kommt es an der betagten Schleibrücke Lindaunis zu technischen Störungen, die den Verkehr nachhaltig behindern. Sehnsüchtig warten die Menschen auf den versprochenen Neubau.

Nachdem der Termin für den möglichen Baubeginn in der Vergangenheit wiederholt verschoben wurde – zuletzt, weil der Projektleiter überraschend verstorben war –, kommen jetzt aus Kiel hoffnungsvolle Signale.

Weiterlesen: Neubau erst im nächsten Jahr?

Der Bau der neuen Klappbrücke soll noch in diesem Jahr beginnen, teilte Verkehrsminister Bernd Buchholz gestern mit. Einen entsprechenden Zeitplan habe ihm die Deutsche Bahn nach intensiven Beratungen nun mitgeteilt. „Das ist eine gute Nachricht“, freut sich der FDP-Politiker.

Genau genommen handele es sich um bauvorbereitende Maßnahmen wie zum Beispiel das Versetzen der Bahnübergangsschalthäuser, die Errichtung der Mittelspannungsstation sowie die Einleitung notwendiger Umweltmaßnahmen. Damit könnten dieses Jahr die ersten drei Millionen Euro an Landesgeldern fließen, so Buchholz. Der Neubau wird den Berechnungen zufolge insgesamt 46 Millionen Euro kosten. Das Land trägt 68 Prozent der Summe.

Es gibt allerdings auch einen Wermutstropfen. Bernd Buchholz

Aufgrund von Planänderungen, die wegen des ziemlich komplizierten Bauverfahrens notwendig sind, rechnet die Bahn damit, dass es bis 2023 dauern wird, bis die Brücke komplett befahrbar ist, so Buchholz weiter. So liege der Bahn auf Grund einer „Vielzahl von technischen Sonderwegen, die beschritten werden müssen“ nach wie vor kein Planrecht vor.

Der Konzern befinde sich aber in enger Abstimmung mit dem zuständigen Eisenbahnbundesamt. Die vorbereitenden Baumaßnahmen könnten aber unabhängig vom Planrecht in Angriff genommen werden, so der Minister.

Endlich geht es los

Der Mohrkircher CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen sprach von einem „wichtigen Signal für die Region, dass es nun endlich losgehen soll“. Der gegenwärtige Zustand mit diversen Störungen der Brücke sei eine Zumutung nicht nur für Pendler, die jeden Tag die Verbindung zwischen Angeln und Schwansen nutzen, „sondern auch für die Touristen“. Zugleich erwarte er von der Deutschen Bahn, dass sie mit Hochdruck daran arbeite, den jetzt aufgestellten Zeitplan weiter zu verkürzen.

Die neue Schleibrücke soll 15 Meter östlich des jetzigen Bauwerks entstehen und über zwei Fahrspuren verfügen. Damit werden sich die Wartezeiten vor der Brücke deutlich reduzieren.

So wenig Sperrungen wie möglich

Wie Verkehrsminister Buchholz weiter mitteilte, werde die Bahn die Inspektions- und Instandsetzungsarbeiten an der alten Brücke intensivieren, um die Anzahl der Sperrungen so weit wie möglich zu reduzieren.

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