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Schleswiger Werkstätten : Schlei-Aufkleber sind der Renner

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Schleswiger Werkstätten haben schon mehr als 20 000 Exemplare verkauft. Auch andere regionale Produkte kommen bei den Kunden gut an.

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erstellt am 11.Okt.2017 | 07:00 Uhr

Zwei Jahre ist es her, da wurde bei den Schleswiger Werkstätten eine neue Idee geboren. „Hier rief damals ein Kunde an und fragte, ob wir nicht irgendetwas Regionales verkaufen würden. Das mussten wir leider verneinen, aber dieser Anruf hat einen Denkprozess in Gang gesetzt“, sagt Marc Müller, Betriebsstättenleiter des „Schleiwerkes“ der Werkstätten. Er habe sich also mit seinen Beschäftigten zusammengesetzt und überlegt, was man herstellen könne, was einen Bezug zur Region hat. Fündig wurde man schließlich bei der Silhouette der Schlei, die man – samt Schriftzug – zunächst auf Aufkleber druckte. Und was damals als kleines Experiment anfing, hat inzwischen längst seinen Siegeszug angetreten. Über 20  000 Mal hat sich der Aufkleber bereits verkauft, „und die Nachfrage ist ungebrochen“, sagt Müller nicht ohne Stolz. „Früher hab’ ich mich noch über jedes Auto gefreut, auf dem das Ding klebte. Heute habe ich den Eindruck, dass hier in der Region fast jeder Dritte damit unterwegs ist“, sagt er.

Genau das war das Ziel, als die Werkstätten die Idee mit der Schlei-Silhouette umsetzten. Es sollte ein Produkt sein, mit dem sich die Menschen aus der Region identifizieren und das auch bei Touristen gut ankommt. Längst sieht man das neue Markenzeichen der Werkstätten auch auf Tassen, T-Shirts, Taschen, Schlüsselanhängern oder Mützen – die ebenfalls alle bei den Kunden gefragt sind. Zum Erfolg tragen dabei insbesondere die 40 Aufsteller bei, die in Supermärkten oder auf Campingplätzen zwischen Schleswig und Kappeln stehen und eine große Auswahl an Schlei-Produkten anbieten. „Unsere Mitarbeiter stellen alles selbst her, sie verpacken die Sachen, etikettieren sie und sind auch für das Befüllen und Platzieren der Aufsteller zuständig“, sagt Müller, der gleichzeitig betont, „dass das alles das Wichtigste ist. Dass wir unseren Mitarbeitern gute und abwechslungsreiche Arbeiten bieten können“.

Denn anders als Werkstätten etwa im Hamburger Speckgürtel, bekomme man in Schleswig deutlich weniger Aufträge aus der Industrie. Also müsse man selbst kreativ sein. Die Zeiten, in denen Werkstätten in erster Linie Kerzen und Besen hergestellt und verkauft haben, seien längst vorbei. „Wir sind mit rund 800 Mitarbeitern die größten Werkstätten des Landes, und wir wollen und müssen unsere Leute in Arbeit bringen“, sagt Müller. Umso mehr freue er sich über den Erfolg der regionalen Produkte. Deren Palette wird deshalb ständig erweitert. So stellen die Werkstätten inzwischen auch Taschen, T-Shirts und Co. mit „Ostsee“-Aufdruck her. Auch das sei inzwischen sehr gut angelaufen, „und es hat natürlich noch mehr Potenzial als die Schlei, denn ,Ostsee‘-Produkte kann man theoretisch zwischen Flensburg und Usedom verkaufen.“

Eine weitere Neuheit, ebenfalls mit regionalem Bezug, ist der „Feuerschläger“ – benannt nach einem Metallwerkzeug der Wikinger, die damit ihr Feuer entzündeten. Genau das soll das neue Produkt auch können. Und zwar auf rein ökologischer Basis. So besteht die Anzündhilfe ausschließlich aus Pappe, Holzhackschnitzeln, Wachs und einem Docht. Verpackt ist das ganze in selbst entwickelte und bedruckte Kartons oder Holzkisten. „Die Dinger funktionieren hervorragend und kommen bei den Kunden ebenfalls gut an“, schwärmt Müller. Das beste daran sei aber, dass ganz viele Bereiche der Werkstätten mit ganz vielen Mitarbeitern an der Produktion der „Feuerschläger“ beteiligt sind.

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