zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

24. Oktober 2017 | 11:38 Uhr

Schlager und Heine-Lieder

vom

Am Sonnabend startet in der "Heimat" auf der Freiheit das Programm des neuen "Paulsss Theater"

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

schleswig | Im Varieté-Theater "Heimat" auf der Freiheit wird an diesem Wochenende gleich doppelt mit Pointen gezündelt. Am Freitagabend um 20 Uhr ist dort der Kabarettist Wolfgang Trepper zu Gast, der schon bei der Premiere zur Begeisterung des Publikums der "Heimat" Kostproben seines grantigen Humors geliefert hatte. Sein aktuelles Programm heißt genauso wie die oft zu hörende nervige wie genervte Frage "Ja, wie jetzt?"

Nach 14 Solo-Programmen gilt Trepper, ein gebürtiger Duisburger, als erprobter Kämpe. Er hat seine Auftritte auch immer wieder im Fernsehen, moderiert aktuell eine Sendereihe im Kanal ZDFneo. Doch zu Hause ist der Schlagerexperte besonders im Hamburger Schmidt-Theater, der führenden Plattform im Norden für bissigen Ulk. Freut sich "Heimat"-Impresario Mario Hoff zusammen mit seiner Partnerin Yvonne Sönnichsen: "Wolfgang Trepper spielt in der ersten Liga der Comedians und Kabarettisten. Da sind wir schon ein bisschen stolz, dass wir ihn an die Schlei lotsen konnten." Die Karten für den Trepper-Abend, der vom TTP-Steuerbüro Schleswig präsentiert wird, kosten 18,50 Euro.

Schon am nächsten Tag, am 18. Mai, wartet die "Heimat" mit einer ganz neuen Programmfarbe auf. Um 18 Uhr öffnet sich im Kleinen Saal der Bühnenvorhang für "Paulsss Theater", das von dem früheren Landestheater-Schauspieler André Eckner betrieben wird. Das Programm von "Paulsss" ist nicht einfach zu etikettieren, was sicherlich auch seinen Charme ausmachen dürfte. Eckner will "alle Formen der Kleinkunst" nach Schleswig holen, ob nun Ein-Personen-Stücke, Puppentheater oder Liederabende. Gibt es dafür genug Publikum? Eckner ist sich sicher: "Die Schleswiger mögen das leicht Nachdenkliche!"

Einen Vorgeschmack auf die Programmatik von "Paulsss" liefert der Eröffnungsabend an der Schlei. Den Auftakt macht Eckner selber, der "Das letzte Band" von Samuel Beckett interpretiert. Das bereits 1958 uraufgeführte Einpersonenstück ist ein Klassiker der Tragikomik, aktuell gerade von Klaus Maria Brandauer in der Regie von Peter Stein realisiert.

Danach (ab 20 Uhr) folgt der Schauspieler-Sänger Matthias Fuhrmeister, der Gedichte, Lieder und Texte von Heinrich Heine rezitiert und singt. Das Programm über den vielleicht eigenwilligsten deutschen Dichter kann übrigens auch privat, sozusagen fürs Wohnzimmer, gebucht werden. Der Eröffnungsabend von "Paulsss" klingt (ab 21.30 Uhr) aus mit der Gruppe "relaxnJazz"; der Schleswiger Reiner Schmeckthal ist Mitglied der Formation. Der lange Abend mit ambitionierter Unterhaltung kostet an der Abendkasse mal gerade 16 Euro.

Eine Woche darauf gehts weiter in der schön laxen (Bier und Wein können geordert werden) Atmosphäre des putzigen Theaterchens im Erdgeschoss der "Heimat". Wieder steht ein Stück mit Eckner auf dem Programmzettel. "Empfänger unbekannt" ist die Bühnenversion eines fiktiven Briefwechsel der Autorin Katherine Kressmann Taylor - ein böses Stück der Einsicht in rassistisches Denken. Eine "Weinlesung" mit dem literaturkundigen Wein-Freund Stephan Dierichs und Klezmer-Musik von Christine von Bülow und Martin Quetsche ergänzen den Abend am 25. Mai.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen