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Bruno-Lorenzen-Schule : Schlagabtausch zum Thema Oberstufe

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Alle fünf Schleswiger Bürgermeisterkandidaten stellten sich den Fragen der Zehntklässler an der Bruno-Lorenzen-Schule. Dann wurde abgestimmt Arthur Christiansen bekam die meisten Stimmen.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2013 | 11:58 Uhr

Die Schleswiger Bürgermeisterkandidaten wirken nach vier gemeinsamen Podiumsdiskussionen schon fast vertraut miteinander. Doch die fünfte Runde, die gestern Vormittag an der Bruno-Lorenzen-Schule vor 123 Zehntklässlern bestritten wurde, hatte einen besonderen Stellenwert. Nicht nur, weil es sich in diesem Wahlkampf um die einzige von einer Schule organisierte Veranstaltung handelte, sondern auch, weil die fünf Bürgermeister-Anwärter auf die nächste Legislaturperiode sich vor den Jugendlichen atmosphärisch etwas anders verhielten als sonst – lockerer, spontaner, authentischer.

Dennoch wurden ihre unterschiedlichen Positionen zu manchen Schleswig-Themen deutlich. „Warum geht das Geld, das für unsere Schulen gedacht war, jetzt in den Abriss des Theaters?“, wollte etwa Amelie Philipp aus der 10b wissen. Der dafür verantwortliche Amtsinhaber Thorsten Dahl verwies auf den „aus Sicherheitsgründen notwendigen Theaterabriss“ im Lollfuß, so dass die Geldausgabe dafür nun Vorrang haben müsse.

Der gemeinsam für SPD, SSW und Grüne kandidierende Handewitter Dr. Arthur Christiansen hingegen meinte, dass Schulen generell „so gut wie nur möglich“ auszustatten seien: „Das bedeutet eine Investition in die Zukunft und ist niemals eine Verschuldung.“

Erhöhte Aufmerksamkeit von allen Seiten trat auf, als Zehntklässler Robin Staack in die Runde fragte: „Würden Sie als Bürgermeister dafür sorgen, dass unsere Bruno-Lorenzen-Gemeinschaftsschule eine gymnasiale Oberstufe bekommt? Leider müssen diejenigen bei uns, die Abitur machen wollen, die Schule wechseln.“ Ohne Umschweife kam dazu eine klare Absage von CDU-Bürgermeisterkandidat Frank Neubauer: „Nein, mit mir nicht.“ Er wisse, wie sehr sich Rektor Siegfried Puschmann dafür einsetze, jedoch gehe eine Oberstufe zu Lasten der beiden anderen Gemeinschaftsschulen, die ebenso wie die Gymnasien konkurrenzfähig bleiben müssten. Außerdem müsste die Bruno-Lorenzen-Schule baulich extra aufgestockt werden. Neubauer verwies auf den stets „guten Kooperationspartner BBZ“.

Im Gegensatz dazu erklärte Bürgermeisterkandidat Ronny Haardt seine „absolute Unterstützung“ in dieser Frage. Auch Kandidat Ingo Harder hält eine Oberstufe für „dringlich“, wie er sagte.

Eindeutig pro gymnasiale Oberstufe an der Bruno-Lorenzen-Schule äußerte sich Arthur Christiansen. „Die Schülerzahlen hier rechtfertigen diesen Schritt allemal“, sagte er. Als Handewitter Bürgermeister habe er eine Oberstufe an der dortigen Gemeinschaftsschule etabliert. Konkurrenz zu den Gymnasien und zum BBZ sieht er nicht: „Dazu unterscheiden sich die jeweiligen Schulkonzepte zu stark.“  

Unmittelbar  nach der  Veranstaltung, die von Referendarin Rita Blocksdorf  und den WiPo-Fachlehrern Gwendolin Jung und Kalle Umland vorbereitet wurde, haben 123 Zehntklässler ihr Votum  abgegeben, welcher Kandidat   sie am meisten überzeugte.    Danach ist  Arthur Christiansen  mit  46,3 Prozent der Stimmen Spitzenreiter. Weit abgeschlagen folgen  Thorsten Dahl (21,9 Prozent), Ronny Haardt  (13,0 Prozent), Ingo Harder (12,2 Prozent ) und Frank Neubauer  (6,5 Prozent).


 

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