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Vatertags-Event an der B201 : Scherben, Müll und Schäden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Straßenmeisterei Süderbrarup war mit drei Mitarbeitern im Einsatz.

Leider haben auch solche Ereignisse, von denen die Teilnehmer später noch mit leuchtenden Augen erzählen, oft genug Schattenseiten. So beispielsweise das jüngste Himmelfahrts-Event entlang der Bundesstraße 201 zwischen Süderbrarup und Kappeln (wir berichteten). Denn unter den über 1000 Teilnehmern sind immer wieder auch solche, die es mit dem öffentlichen Eigentum nicht so genau nehmen und erhebliche Schäden hinterlassen.

Davon kann die Straßenmeisterei Süderbrarup ein Lied singen. „Das häufigste Problem sind Flaschen, die auf dem Radweg zerschlagen werden“, ärgert sich Betriebsleiter Andreas Kupperschmidt. Er habe nichts gegen das Event und habe früher auch gerne bei solchen Anlässen mitgefeiert. Doch derart gefährlichen Müll wie Glasscherben zurückzulassen, sei eine andere Sache. „Drei Straßenwärter haben mit schwerem Gerät fast einen ganzen Arbeitstag dafür gebraucht, diese Gefahr zu beseitigen“, fährt er fort. Das koste den Steuerzahler jedes Jahr mehr als 1500 Euro.

Sein Stellvertreter Lothar Beusen hat während der Arbeiten eine handfeste Sachbeschädigung auf dem Parkplatz bei Rabenkirchen entdeckt. Hier ist die Platte eines Tisches des Rastplatzes bis auf den Kern verbrannt. „Vermutlich hat eine Gruppe hier einen Grill auf den Tisch gestellt“, meint er. Und die Glut habe sich dann über den Kunststoff in die Platte hineingearbeitet. „Der Qualm und der Gestank müssen dabei unbeschreiblich gewesen sein“, meint er. Und er bezweifelt auch, dass die Wurst danach noch gut geschmeckt hat. Der Tisch müsse ausgetauscht werden. Und das koste weitere 750 Euro. Kupperschmidt ist sicher, dass dieser Grillvorgang beobachtet und vermutlich sogar fotografiert wurde. Er bittet darum, sachdienliche Hinweise an die Polizeidienststellen von Süderbrarup oder Kappeln weiterzugeben.

Sorgen machen ihm auch die Motorrad- und Autofahrer, die am Himmelfahrtstag trotz der feiernden Menschenmassen mit Maximalgeschwindigkeit über die Bundesstraße rasten und dabei noch riskante Überholmanöver riskierten. „Ich denke, es ist sinnvoll, für zukünftige Himmelfahrtstage eine Geschwindigkeitsbeschränkung für diese Strecke zu erlassen – auch wenn bisher noch kein gefährlicher Unfall passiert ist“, sagt er und kündigte an, einen entsprechenden Antrag beim Kreis zu stellen. 

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