zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

19. August 2017 | 23:06 Uhr

Schaustellern war Brarupmarkt zu ruhig

vom

Verhältnismäßig geringe Besucherzahl führte zu Umsatzeinbußen / Abgesehen von 20 Platzverweisen hatte die Polizei wenig zu tun

Süderbrarup | Brarupmarkt ist vorbei. Ein Großteil der Schausteller hat seine Geschäfte bereits abgebaut und ist auf dem Weg zum nächsten Kirmesplatz. Für die Marktbeschicker war es ein verhaltener Markt mit reduzierter Besucherzahl und einem Umsatzrückgang von durchschnittlich fünf bis zehn Prozent. Diese Zahlen verteilen sich aber nicht gleichmäßig über alle Geschäftsarten. So waren die Großfahrgeschäfte durchgehend gut besetzt und liefen auch am Dienstag bis zum Ablauf der erlaubten Zeit. Bei Zuckerwaren und Schokoladenartikeln fehlten die Stammkunden, die offenbar in der Nachmittagshitze diese Artikel nicht mit nach Hause nehmen wollten.

Gewinner dieses Brarupmarktes war eindeutig die "Casa Pedro" von Peter Streit, für dessen "Burritos" die Jahrmarktbesucher bis zu 20 Minuten Wartezeit in Kauf nahmen. Als es dann zwischen den Kunden zu Auseinandersetzungen um die Reihenfolge der Bestellung kam, mussten Nummern gezogen werden. Nur mäßig erfolgreich war "Monte Carlo", ein neues, rouletteähnliches Glücksspiel. Das Spiel erschloss sich vielen Jahrmarktbesuchern nicht, einigen war es zu teuer und die Gewinnchancen waren ihnen zu gering.

Gründe für den allgemeinen Umsatzrückgang sieht Bürgermeister Friedrich Bennetreu im Wetter und im ungünstigen Termin des Marktes, da die Gehaltszahlungen etlicher Besucher erst am letzten Markttag auf ihren Konten eingingen. "Doch die Schausteller sind überwiegend zufrieden, da auf anderen Märkten die Rückgänge drastischer sind", stellte er in seinem Resümee fest. Die Marktbeschicker hätten außerdem das angenehme Publikum ohne Krawallmacher gelobt. Diese Atmosphäre sei sicherlich der Polizeipräsenz und den privaten Sicherheitsdiensten zuzuschreiben, die dennoch 20 Mal die härteste Strafe für einen Brarupmarkt-Besucher aussprachen: den Platzverweis, so Bennetreu. Die Polizei berwertet das Marktgeschehen als "relativ ruhig" ihrem Bericht zufolge wurden zwei Körperverletzungen angezeigt, sieben Mal mussten die Beamten Menschen zu Hilfe kommen, die sich in hilfloser Lage befanden. Zudem wurden vier Diebstähle angezeigt und vier Sachbeschädigungen aufgenommen. Insgesamt sei festzustellen, dass das Sicherheitskonzept aller Beteiligten aufgegangen ist, hieß es in einer Mitteilung der Polizei.

Auch bei den Rettungskräften war die Lage ruhig und die Feuerwehr hatte kaum etwas zu tun. Die vom DRK behandelten "Alkoholleichen" und leichten Verletzungen hielten sich ebenfalls in Grenzen. Allgemein wurde die gute Zusammenarbeit untereinander und mit den Zeltbetrieben gelobt.

zur Startseite

von
erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen