Festival „Norden“ aUF DEN KÖNIGSWIESEN : Schaufenster für die Kultur im Ostseeraum

Auf eine gute Zusammenarbeit: Bürgermeister Arthur Christiansen (l.) und „Norden“-Veranstalter Manfred Pakusius unterschrieben gestern eine Vereinbarung zur Nutzung der Königswiesen.
Auf eine gute Zusammenarbeit: Bürgermeister Arthur Christiansen (l.) und „Norden“-Veranstalter Manfred Pakusius unterschrieben gestern eine Vereinbarung zur Nutzung der Königswiesen.

Die Planungen für das „Norden“-Festival auf den Königswiesen Ende August laufen auf Hochtouren.

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06. März 2018, 12:47 Uhr

Nicht mal mehr ein halbes Jahr dauert es noch, da steigt auf den Königswiesen die Premiere des Kulturfestivals „Norden“. Höchste Zeit also für Veranstalter Manfred Pakusius zu zeigen, dass er es ernst meint mit seinen ambitionierten Plänen. Gestern lud der Hamburger Eventmanager deshalb gemeinsam mit Bürgermeister Arthur Christiansen ins Schleswiger Rathaus ein, um über den Stand der Dinge zu berichten.

Dabei machte Pakusius, der viele Jahre Geschäftsführer der „Altonale“ in Hamburg war, gleich von Anfang an deutlich, dass er sich und seine „Elf“, die er eigens für die Veranstaltung in Schleswig zusammengestellt habe, auf einem guten Weg sieht. „Wir sind gerade im Booking, haben schon einige Künstler fest verpflichtet und auch sonst unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte er. Inzwischen gibt es einen detaillierten Plan, wie das Festivalgelände auf den Königswiesen gestaltet werden könnte. So werde man am Amphitheater eine Bühne aufbauen. Hinzu komme eine weitere im rückwertigen Bereich des Luisenbades, dessen Terrasse wiederum selbst ein wichtiger Anlaufpunkt werden soll: nämlich als Tanzfläche. Weiter ist ein Kulturzelt mit 180 Sitzplätzen geplant, ein „Straßentheater-Deck“ und ein Kinderdorf mit Karussell. 33 Holzhütten in skandinavischem Design sollen dem Platz einen Dorfcharakter verleihen. Aber damit nicht genug: „Wir wollen natürlich auch die Lage am Wasser nutzen“, sagte Pakusius. So werde man Stationen zum Kanufahren und Stand-up-Paddling anbieten – ebenso wie eine Sauna, die am Schleistrand aufgebaut wird. „Man kann sich hier also einen richtig guten Tag machen“, meinte der Veranstalter, der Kulturschaffende und Caterer aus zehn Ostseeanrainerstaaten erwartet.

Rund 360 000 Euro beträgt laut Pakusius das Budget der Veranstaltung. 10 000 Euro davon schießt die Stadt hinzu, 40 000 Euro kommen von der Aktivregion Schlei-Ostsee, weitere 10 000 Euro vom Land. Zudem plant er eine Kooperation mit der Kulturstiftung des Kreises und dem deutsch-dänischen Projekt „Kurs Kultur“. Er wisse, dass er durch die Förderungen in einer besonderen Verantwortung stehe. Aber dieser stelle er sich. Zudem würde er persönlich ein viel höheres Risiko tragen, sagte Pakusius, der sich optimistisch zeigte, am Ende zwischen 12 000 und 20 000 Besucher anlocken zu können. Diese sollten möglichst aus ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und dem südlichen Dänemark kommen – dort überall werde man schon bald intensiv für das Festival werben. „Wir haben ein offenes Konzept, das vor allem auch ein jüngeres Publikum ansprechen soll. Wir sehen diese Veranstaltung als ein Schaufenster für die Kultur im Norden. Und wir werden einige echte Perlen nach Schleswig locken“, ist sich Pakusius sicher.

Auch Arthur Christiansen betonte mehrfach, dass er sich „auf unser neues Festival“ freue. Es sei spannend zu beobachten, wie sich die Pläne nach und nach weiterentwickelten. Und er wagte auch schon einen leicht optimistischen Blick in die Zukunft. „Es wird in diesem Sommer ja erst der Auftakt sein. Wer weiß, was in den kommenden Jahren aus dieser Geschichte noch wird?“ Gleichzeitig verteidigte der Bürgermeister die von großen Teilen der Schleswiger Politik getragene Entscheidung, das Festival finanziell zu unterstützen – während andere Veranstalter in die Röhre gucken müssen. „Wenn die Aktivregion Projekte unterstützt, haben wir noch nie Nein gesagt. Und das hier ist zudem eine große Nummer, die weit über Schleswig hinaus ausstrahlt“, meinte Christiansen, der gleichzeitig aber auch anfügte: „Nach dem Kommunalwahl sollten wir uns Gedanken darüber machen, wie wir als Stadt auch andere, kleinere Veranstaltungen in Zukunft besser unterstützen können.“

Norden -  the nordic arts festival

Das Kulturfestival „Norden“ findet vom 30. August bis 16. September im westlichen Bereich der Königswiesen  rund um das Luisenbad statt.  Die Öffnungszeiten sind jeweils Donnerstag von 18 bis 23 Uhr, Freitag und Sonnabend von 12 bis 23 Uhr sowie  Sonntag von 12 bis 20 Uhr. Während dieser Zeiten ist das Luisenbad für Besucher, die keine Eintrittskarte für das Festival haben, geschlossen. Eintrittskarten kann man ab etwa Ostern über die Homepage www.norden-festival.com und in der Buchhandlung Liesegang erwerben. Ein Ticket für das gesamte Festival kostet 35 Euro, für Besucher aus Schleswig und dem Umland stehen 1000 Karten zum Preis von je 19 Euro zur Verfügung. Am 30. August wird die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Konzert des Schleswiger „Chor Cholores“  und des Folk-Duos „Fjarill (Schweden/Südafrika) eröffnet.

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