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Grenzhandel in Handewitt : Scandinavian Park soll wachsen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Inhaber will die Verkaufsflächen aufstocken - und wünscht sich einen Wohnmobil-Stellplatz an der Autobahn

Die Fläche an der Lecker Chaussee, die an die Autobahn grenzt, schlummert seit dem Grundstücksverkauf vor anderthalb Jahren vor sich hin – und lässt in Handewitt einige Spekulationen gedeihen. Wird die dänische Speditionsfirma Frode Laursen das angedachte Logistikzentrum überhaupt noch bauen?

In der vergangenen Woche gab es zumindest Gespräche zwischen dem Unternehmen und Handewitts Bürgermeister Thomas Rasmussen. „Es läuft nicht immer so, wie man es sich wünscht“, äußerte sich Speditions-Geschäftsführer Anders Balle. „Wir warten noch immer auf die Verträge mit unseren Kunden.“ Zugleich dementierte er, dass der Verzug mit der Übernahme einer Logistik- und Lagerimmobilie an der Husumer Straße in Flensburg etwas zu tun habe. Vielmehr soll es im Austausch mit der Gemeinde Handewitt um die Bauverpflichtung gegangen sein, die vorschreibt, dass binnen drei Jahren nach dem Flächenkauf die Baumaschinen anrollen müssen. „Wir haben um eine Verlängerung gebeten, damit wir in Ruhe planen können“, so Anders Balle.

Geplant wird auch an anderen Stellen des von Flensburg und Handewitt gemeinsam betriebenen WEG-Gewerbegebiets an der Autobahn. Die jüngste Tagesordnung des WEG-Finanz- und Wirtschaftsausschusses war gefüllt mit Projekten. Ein Beispiel: Hans-Werner Petersen, Inhaber des Scandinavian Parks, strebt eine Aufstockung der Verkaufsflächen für den Grenzhandel an. Die waren vor rund einer Dekade nach einer längeren regionalen Debatte auf 2500 Quadratmeter baurechtlich festgeschrieben worden. Der Nachbarort Harrislee soll bereits über das Vorhaben informiert worden sein. „An der Abstimmung mit Harrislee endeten ältere Ansätze stets“, machte sich Flensburgs Oberbürgermeister Simon Faber keine großen Hoffnungen. „Aus logistischen Gründen würde die Autobahnnähe aber für dieses Projekt sprechen.“

Hans-Werner Petersen verfolgt eine weitere Idee: ein Wohnmobil-Stellplatz, eingebettet zwischen Autobahn und Anglersee. Das Angebot, für das eine alte Hofstelle weichen soll, hat weniger einen touristischen Charakter, sondern soll vorwiegend Kunden des Einkaufszentrums als Übernachtungsmöglichkeit dienen. Die Landesplanung in Kiel soll aber noch Bedenken haben, die die Bauverbotszonen an den Straßen und den Geräuschpegel auf dem Gelände betreffen. Und die angedachte Wohnmobil-Reparatur-Werkstatt ist nur in einem Gewerbegebiet möglich, sodass ein B-Plan aufgestellt werden muss.

Dagegen sind auf dem Norderfeld, zwischen Alter Kirchenweg und Norderkamp gelegen, schon deutliche Baufortschritte zu erkennen. Die Erschließung für weitere drei Hektar Gewerbegrund ist fast abgeschlossen. Bereits 15 Anfragen, zwei davon sehr konkret, sollen vorliegen. 

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erstellt am 14.Feb.2015 | 13:49 Uhr

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