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17 Millionen Euro : Sanierung des Schleswiger Doms hat begonnen

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Vor allem die Westseite des Schleswiger Doms ist in einen besorgniserregendem Zustand. Doch jetzt wird die Kirche aufwendig saniert.

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2017 | 16:00 Uhr

Schleswig | Der Schleswiger Dom wird in den kommenden drei Jahren für gut 17 Millionen Euro saniert. Er freue sich, dass die Instandsetzungsarbeiten jetzt begonnen haben, sagte Bischof Gothart Magaard am Dienstag in Schleswig. Schwerpunkt der Arbeiten ist die Sanierung der Westfassade und des Kirchturms, um künftig das Eindringen von Feuchtigkeit in den Innenraum zu verhindern. Derzeit sei das bis zu zwei Meter dicke Mauerwerk an der Wetterseite teilweise nicht nur feucht sondern bis zum Sättigungsgrad nass.

Die Videoaufnahmen zeigen das Gebäude im April 2017.

 

Mit der Sanierung des Mauerwerks sollen nicht nur die Gebäude selbst, sondern auch die wertvollen Kunstschätze, darunter der große Brüggemannaltar geschützt werden. Auch die Glasfenster sollen saniert und der Innenraum barrierefrei gestaltet werden. Zudem wird den Angaben zufolge die Innenbeleuchtung des Kirchenschiffes verbessert. „Der St.-Petri-Dom ist eine Kirche von überregionaler Bedeutung“, sagte der Bischof. Seine Erhaltung sei für Kirche und Gesellschaft von großer Relevanz.

In den kommenden Monaten wird nun zunächst die Baustelle vorbereitet und das Gerüst am 112 Meter hohen Turm errichtet. Im Frühjahr sollen die Maurerarbeiten beginnen. Die Hauptarbeit wird in den Jahren 2019 und 2020 stattfinden. Nach derzeitigem Planungsstand wird es im und um den Dom zu einigen Einschränkungen kommen. So wird die Kirche längere Zeit nur über das Petri-Portal zu begehen und der Zugang zu Turm und Aussichtsplattform gesperrt sein. Auch die Glocken werden zu einem bestimmten Zeitpunkt wegen der Bauarbeiten im Turm abgehängt und bei einem Glockenbauer zwischengelagert. Die Kunstschätze werden entweder abgehängt oder an Ort und Stelle geschützt. Gottesdienste sollen aber den bisherigen Planungen zufolge während der gesamten Bauzeit gefeiert werden, wenn auch „mit optischen und akustischen Beeinträchtigungen“, wie der Bischof betonte.

Insgesamt werden die Kosten auf 17,3 Millionen Euro veranschlagt. Der Bund trägt davon 8,65 Millionen Euro. Das Land stellt 4,1 Millionen Euro zur Verfügung und die Stadt Schleswig 450.000 Euro. Die verbleibenden Kosten werden von der Nordkirche, vom Kirchenkreis Schleswig-Flensburg und der Kirchengemeinde Schleswig getragen.

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