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Mehr Urlauber an der Schlei : Ruhe als Verkaufsschlager

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Buchungszahlen bei der Ostseefjord-Schlei GmbH zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend. Werbe-Aktionen zahlen sich offenbar aus

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erstellt am 14.Mai.2014 | 07:52 Uhr

Es ist nicht nur ein leichter Anstieg, es ist beinahe ein Quantensprung. In den ersten vier Monaten dieses Jahres zählten die Tourismusförderer von der Ostseefjord-Schlei GmbH (OFS) 6355 Übernachtungen in den Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen an der Schlei. Das sind fast 50 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Zahl der Ankünfte stieg um 37 Prozent. Dass die Zahl der Übernachtungen noch stärker anstieg als die der Ankünfte, macht deutlich: Es kamen nicht nur mehr Urlauber als 2013, sondern sie blieben auch länger.

Von der Entwicklung profitiert auch die Stadt Schleswig. Hier stieg die Zahl der Übernachtungen zwischen Januar und April gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres um 38 Prozent auf 2493. „Sicherlich hat das zwischenzeitlich bereits sehr gute Wetter die Buchungen beflügelt, meint OFS-Geschäftsführer Max Triphaus. Vielleicht zahle sich aber auch bereits die verstärkte bundesweite Werbung für die Region aus. So bekommen Ikea-Stammkunden derzeit drei Monate lang zehn Prozent Rabatt auf Urlaub an der Schlei. Diese Aktion läuft noch bis zum 31. Mai. Aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Übernachtungszahlen auch danach nach oben zeigen dürften, wenn auch nicht mehr ganz so extrem. Die Buchungszahlen für den Sommer liegen um zehn Prozent höher als im Vorjahr.

Den positiven Trend kann auch Hans-Werner Behmer vom Hotel „Waldschlösschen“ bestätigen. Er hält viel von der aktuellen Vermarktungsstrategie der OFS, die voll auf das Thema Entschleunigung setzt – die Schlei-Region als Oase der Ruhe, wo man dem hektischen Alltag entfliehen kann. Behmer: „Davon verspreche ich mir mehr als vom Gerede über den Gesundheitstourismus, der nie mehr war als ein Schlagwort.“ Für den Aufwind in der Tourismusbranche macht er allerdings auch die gute Konjunktur verantwortlich. „Wir merken, dass die Leute mehr Kaufkraft haben – jedenfalls diejenigen, die verreisen.“ Sorgen bereitet ihm lediglich die bevorstehende Dauerbaustelle auf der A 7. „Als im letzten Herbst die Rader Hochbrücke gesperrt war, haben wir das deutlich gespürt.“

Welch hohe Bedeutung der Tourismus für die Schleswiger Wirtschaft hat, machen Zahlen aus dem Jahr 2009 deutlich. Demnach setzt die Branche allein in Schleswig und Umgebung jährlich 16 Millionen Euro um. In der gesamten Schleiregion sind es 400 Millionen. Der Tourismus trägt zehn Prozent der gesamten Wirtschaft an der Schlei.

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